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Basel hat jetzt eine Schlittelbahn

Im Margarethenpark hat die Stadtgärtnerei mehrere Lastwagenladungen mit Schnee herangefahren und einen Schneepark gebaut.

Trotz Regenwetter am Eröffnungstag hatten viele Kinder ihren Spass an der Bobbahn im Margarethenpark.
Trotz Regenwetter am Eröffnungstag hatten viele Kinder ihren Spass an der Bobbahn im Margarethenpark.
Alexander Müller

Im Basler Margarethenpark ist am Freitag ein Schneespielplatz eröffnet worden. Hergerichtet wurde er aus dem Abrieb der Eishalle St. Jakob-Arena, wie das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt (BVD) am Freitag mitteilte.

Realisiert wurde die Anlage von Mitarbeitenden des Sportamts und der Stadtgärtnerei mit 80 Kubikmetern Schnee, die neben der Eishalle für das Projekt während der letzten zwei Wochen beiseite gelegt worden waren. Pro Tag fallen dort bis zu 10 Kubikmeter Abrieb an, die sonst ungenutzt bleiben. Von dort waren sie mit Baggern in Lastwagen verladen und gemäss Stadtgärtnerei in sechs bis acht Fahrten zum Margarethenpark transportiert worden.

Ob das angesichts des Klimawandels sinnvoll ist, habe man im Vorfeld des Projekts intern diskutiert, sagte Stephan Schirl Projektleiter Parks und Grünanlagen der Stadtgärtnerei gegenüber der BaZ. «Ursprünglich war die Idee, das Eis direkt von der Kunsteisbahn Margarethen zu nehmen, die direkt neben der Schneepark gelegen ist». Dort fallen täglich sogar 25 Kubikmeter Eisabrieb an. Doch man habe feststellen müssen, dass vor der «Kunsti» zuwenig Platz ist, um den Schnee zu lagern. Daher werde im Normalfall das Eis der Kunsti mit warmem Wasser weggeschmolzen. Der Schnee besteht nur aus Wasser, kommt also ohne Chemie aus.

Helmpflicht war im Gespräch

Hauptattraktion des Schneespielplatzes ist eine 43 Meter lange Bobpiste auf dem schattigen Hang des Parks. Sie verfügt gemäss Stadtgärtnerei über eine 50 Zentimeter hohe Schneedecke.

Damit die Kinder nicht von der Piste purzeln, wird die Strecke mit Strohballen gesichert. Laut Schirl habe man im Vorfeld auch über eine Helmpflicht diskutiert, diese dann aber verworfen. Nun wird ein Helm nur empfohlen. Die Bobbahn läuft am Ende flach aus. Sollten die Fahrten zu rasant werden, wird das Ende zusätzlich mit Strohballen gesichert. Falls die Schneepiste wegen des Wetters zur Eispiste geriete, würde die Piste gesperrt.

Betreut wird die Schlittelbahn von Dienstag- bis Freitagnachmittag von Mitarbeitenden der Robi-Spiel-Aktionen. Kinder können vor Ort kostenlos Plastikschlitten ausleihen und Schlangenbrot machen.

Regen wird zum Problem

Voraussetzung, dass die Anlage überhaupt verwirklicht werden konnte, war eine Höchsttemperatur von fünf Grad Celsius während mindestens zwei Wochen. Unterhalten werden soll der Spielplatz während zwei Wochen, danach bleibt er je nach Temperatur noch mehr oder weniger lang bestehen. Nach Auskunft der Stadtgärtnerei soll auf jeden Fall nächste Woche noch einmal Schnee aus der Eishalle angeliefert werden. Sorgen macht der Stadtgärtnerei der Regen und die warmen Temperaturen am Eröffnungstag.

Die Idee für den Schneespielplatz stammt von Kindern. Im Rahmen des vom Kinderbüro und vom Erziehungsdepartement 2018 durchgeführten Projekts KinderMitWirkung stiessen sie bei einer Recherche im Internet auf eine Mini-Skipiste auf dem Gelände des Berner Freibads Weyermannshaus, die ebenfalls aus Abrieb einer Kunsteisbahn erstellt wird. Als Skilift dient dort ein begehbares Förderband.

SDA/amu

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