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Baggerfahrer stirbt bei Deckeneinsturz

Beim Rückbau eines ehemaligen Novartis-Gebäudes in Basel kam es am Donnerstag zu einem tragischen Arbeitsunfall. Ein Bauarbeiter wurde von einer tonnenschweren Betondecke begraben.

Leichnam geborgen: Der verunfallte Baggerfahrer wird kurz vor 11:45 Uhr abtransportiert in Richtung Gerichtsmedizin.
Leichnam geborgen: Der verunfallte Baggerfahrer wird kurz vor 11:45 Uhr abtransportiert in Richtung Gerichtsmedizin.
Joël Gernet
Hier kam es zum tragischen Unglück: Der vordere Teil der mehrere Dutzend Tonnen schweren Decke.
Hier kam es zum tragischen Unglück: Der vordere Teil der mehrere Dutzend Tonnen schweren Decke.
Joël Gernet
Aus der Ferne: Die Unglücksstelle im Erdgeschoss.
Aus der Ferne: Die Unglücksstelle im Erdgeschoss.
Joël Gernet
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Beim Einsturz einer mehrere Dutzend Tonnen schweren Betondecke wurde ein Bauarbeiter am Donnerstagmorgen verschüttet. Der kurz nach dem Unfall eingetroffene Notarzt konnte nur noch den Tod des Baggerfahrers feststellen, wie die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mitteilte.

Passiert ist der Unfall kurz nach 7.30 Uhr am Schorenweg 35 in Basel, hinter dem Badischen Bahnhof. Dort wird derzeit ein ehemaliges Bürogebäude von Novartis abgerissen. Der verunfallte Bauarbeiter war mit seinem Bagger im Erdgeschoss daran, Gegenstände wegzutransportieren, als die Decke unvermittelt einbrach und den Mann unter sich begrub. Der Bauarbeiter hatte keine Chance, sich in Sicherheit zu bringen. Die Arbeiten des Baggerfahrers hatten offenbar nichts mit der Decke zu tun.

Unfallursache unklar

Die Identität des Mannes war bis zur Mittagszeit nicht restlos geklärt. Kurz nach 11 Uhr gelang es den Rettungskräften, zur Leiche des verunfallten Mannes vorzudringen und diese zu bergen. Gegen 11:45 Uhr wurde das Opfer abtransportiert in Richtung Gerichtsmedizin. Das Gebäude konnte im betroffenen Bereich zwar behelfsmässig abgestützt werden, dennoch ist die Stelle «akut einsturzgefährdet», wie Peter Gill von der Staatsanwaltschaft kurz vor Mittag mitteilte. Der Bagger werde nach dessen Bergung beschlagnahmt und untersucht.

Fünf Arbeitskollegen des Verunfallten, die den Unfall mitbekommen haben, blieben unverletzt. Sie stehen aber teilweise unter Schock und werden psychologisch betreut. Die Staatanwaltschaft kann noch keine Angaben zur Unfallursache machen. Experten der Kriminalpolizei, der Schweizerischen Unfallversicherung Suva, ein Statiker sowie die Basler Rechtsmedizin waren vor Ort, um weitere Abklärungen zu treffen.

Der Schorenweg bliebt bis circa 13 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt. Auch der 36er-Bus wurde zwischen den Stationen Surinam und Lange Erlen umgeleitet. An der Station Schorenweg informierte ein BVB-Mitarbeiter die Fahrgäste.

Auf dem Gelände am Schorenweg soll künftig die Wohnüberbauung Schorenpark entstehen. Nach dem Rückbau des Bürogebäudes gibt Novartis das Areal im September 2014 an den Kanton zurück.

Video: Peter Gill, der Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, informiert die Medien am frühen Vormittag vor Ort (aktuelleres Video in der Infobox).

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