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Anwohner wehren sich gegen UKBB-Parkhaus

Das Kinderspital erhält ein eigenes Parkhaus, das auch als Quartierparking dienen soll. Ein Teil der Anwohner hat dagegen eine Petition lanciert.

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Das UKBB braucht ein neues Parkhaus. Dagegen wehren sich die Anwohner.
Das UKBB braucht ein neues Parkhaus. Dagegen wehren sich die Anwohner.
Nicole Pont

Um dem Parkplatzmangel beim Basler Universitäts-Kinderspital (UKBB) zu begegnen, soll unter der Tschudimatte ein neues Parkhaus mit 347 Parkplätzen entstehen. Dagegen formiert sich nun Widerstand aus dem Quartier: Ein Gegner-Komitee hat über 3500 Unterschriften für eine Petition gesammelt. Am Mittwoch wollen die Initianten die Petition übergeben.

Die Petition fordert den Grossen Rat und die Basler Regierung auf, keinen Bebauungsplan für ein Parkhaus unter dem Tschudi-Park zu beschliessen. Aus Sicht der Initianten ist das neue Parkhaus unnötig: Das UKBB und das Bau- und Verkehrsdepartement hätten bis heute den Bedarf an zusätzlichen Parkplätzen «nicht schlüssig nachgewiesen». Ebenso hätten sie nicht belegt, ob «wirklich alle möglichen Alternativen zu einem Parkhaus unter dem Tschudi-Park seriös geprüft» worden seien, heisst es in der Mitteilung des Komitees.

City-Parkhaus chronisch überlastet

Die Initianten verweisen darauf, dass die Regierung im Mai 2005 betont habe, dass auf unterirdische Parkplätze verzichtet werden kann, da im benachbarten Parkhaus City durch entsprechende Bewirtschaftung genügend freie Plätze zur Verfügung gestellt werden können. Dass nun 13 Jahre später das UKBB behaupte, die Parkplatzsituation funktioniere seit dem Einzug in den Neubau im Januar 2011 nicht, ärgert die Unterschriftensammler. «Dies, obwohl der Eingang zum Parkhaus City mit seinen 900 Parkplätzen gerade einmal 200 Meter bzw. fünf Minuten zu Fuss vom Eingang des UKBB entfernt ist,» schreibt das Komitee in einer Mitteilung.

Was die Petition allerdings verschweigt: Das Parkhaus City ist chronisch überfüllt. Einen freien Parkplatz zu finden, ist dort Glücksache. Auch an einem normalen Montagmorgen sind die 900 Parkplätze häufig bis auf den letzten Platz belegt, wie ein Blick auf das elektronische Parkpleitsystem auch heute bewies.

Mehr Verkehr befürchtet

Verärgert sind die Initianten auch darüber, dass das Bau- und Verkehrsdepartement «es nicht für nötig gehalten hat, die Quartierbevölkerung in angemessener Weise in die Planung einzubeziehen». Der Tschudi-Park sei ein wichtiger Grün- und Freiraum, der wegen des geplanten Parkhauses «während mindestens drei Jahren nicht mehr genutzt werden könne». Dasselbe gelte auch für den Grossteil des Pausenplatzes des St. Johann-Schulhauses. Zudem würden die Nachbarschaft und die zwei Schulen stark unter der Grossbaustelle leiden.

Hinzu käme die dauernde Belastung durch den steigenden privaten Motorfahrzeugverkehr wegen des neuen Parkhauses. Das widerspreche jedoch dem Volksauftrag, den privaten Motorfahrzeugverkehr auf dem Kantonsgebiet bis zum Jahr 2020 um mindestens 10 Prozent zu reduzieren.

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