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«Adväntsgass» beklagt Umsatzverluste wegen Stadtlaufs

LDP-Grossrat André Auderset macht sich mit einem Vorstoss stark für die Vorweihnachts-Veranstaltung. Er fordert mehr Kompromissbereitschaft vom OK des Sportanlasses.

Im vergangenen Jahr war die «Adväntsgass» bei der Eröffnung sehr gut besucht.
Im vergangenen Jahr war die «Adväntsgass» bei der Eröffnung sehr gut besucht.
Florian Bärtschiger

Die «Adväntgass» in der Rheingasse gehört mittlerweile zu den beliebtesten vorweihnachtlichen Angeboten in Basel. Dieses Jahr lief es allerdings nicht so gut. Ausgerechnet am Samstag vor dem ersten Advent, der als umsatzstarker Tag gilt, mussten die Stände wegen des Basler Stadtlaufs geschlossen bleiben. Die Allmendverwaltung hatte dies so verfügt.

Weil sich der Stadtlauf und die «Adväntgass» in den nächsten Jahren erneut terminlich überschneiden werden, meldet sich nun die Politik zu Wort. In einem soeben eingereichten Vorstoss macht sich LDP-Grossrat André Auderset stark für die Kleinbasler Veranstaltung.

Massive Umsatzverluste

Im Vorfeld habe es Gespräche zwischen den Organisatoren der «Adväntgass» und denjenigen des Stadtlaufs gegeben, schreibt Auderset. Letztere hätten sich offen gezeigt für die vorgeschlagene Kanallösung mit Ständen nur auf einer Seite oder eine Verlegung der Route an den Rhein. Ende September habe aber das Stadtlauf-OK die Organisatoren der «Adväntgass» via Allmendverwaltung ultimativ aufgefordert, am besagten Tag alle Stände zu schliessen, ansonsten müsse der beliebte Sportanlass abgesagt werden.

Um nicht als Verhinderer dazustehen, hätten sich die Verantwortlichen der «Adväntgass» gefügt, was massive Umsatzverluste zur Folge gehabt habe. «Das Restaurant des East West Hotels etwa sah sich gezwungen, vorzeitig zu schliessen, da potentielle Gäste von Security teilweise rüde daran gehindert wurden, zum Lokal vorzudringen», hält Auderset fest. Die Betreiberin des Café Spitz spreche gar von Einbussen in vierstelliger Höhe.

Passus für Stadtlauf

In seinem Vorstoss möchte Auderset von der Regierung wissen, wie sie das Verhalten des Stadtlauf-OK beurteilt und ob sie sich bereit zeigt, die Behörden mit einer Vermittlung zu beauftragen, damit beide Anlässe künftig gleichbehandelt würden und gleichzeitig stattfinden könnten.

Der LDP-Grossrat bringt zudem indirekt den Vorschlag ein, in die Bewilligung des Stadtlaufs einen Passus einzubauen, der «die Organisatoren verpflichtet, mehr Kompromissbereitschaft zu zeigen». Er bringt auch eine Routenänderung des Laufs ins Spiel – «sodass andere, ebenso beliebte Anlässe, ebenfalls stattfinden können».

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