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A2 soll unter den Stadtboden verlegt werden

Das Grosse Rat fordert Verlegung der ganzen Autobahn-Osttangente unter den Boden. Die Bürgerlichen halten das Projekt für unbezahlbar.

Der geplante Osttangente-Tunnel werde wohl etwa 2035 in Betrieb genommen.
Der geplante Osttangente-Tunnel werde wohl etwa 2035 in Betrieb genommen.
Lucian Hunziker

Derzeit plant der Bund einen Tunnel unter dem Rhein für die dauerüberlastete A2/3, weil sich ein oberirdischer Ausbau als nicht mehrheitsfähig erwiesen hatte. Die Motion der Grünen will nun aber nicht nur Zusatzkapazitäten unter dem Boden, sondern gleich den ganzen oberirdischen Stadtboden von der Autobahn befreien und diese durchgehend in Tunnel verlegen.

Die Motion fordert von der Regierung, «sich behördenverbindlich und nachweisbar für den Rückbau der oberirdischen A2 (Osttangente) einzusetzen». Das soll Modalitäten und Zeitpunkt für eine sinnvolle Umsetzung offen lassen, wie der Motionär ausführte. Autobahnen oberirdisch quer durch Städte seien «ein Konzept von vorvorgestern».

Wessels ist dagegen

Die LDP kritisierte den Vorstoss als «Werbegag», seien doch wohl alle im Saal dafür, dass diese Autobahn unter dem Boden liegt, aber das sei leider unbezahlbar und nicht machbar. Dieser Zug sei heute abgefahren; das hätten unsere Vorfahren tun sollen. Da drohten zehn Jahre Baustelle im Quartier, und wo solle so lange der Verkehr durch?

Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels sprach sich gegen die Motion aus. Der geplante Osttangente-Tunnel werde wohl etwa 2035 in Betrieb genommen. Dann sei der bessere Zeitpunkt zu schauen, was man mit den anderen Abschnitten tun will.

Der Grosse Rat sah es anders und überwies die Motion mit 52 gegen 43 Stimmen. Anhand der Regierungs-Stellungnahme entscheidet dann das Parlament, ob es die Motion als verbindlichen Auftrag nochmals überweisen will.

SDA/cj

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