Zwei Anzeigen gegen Favela-Chaoten

Die Partygänger, die am Freitagabend auf dem Messeplatz randaliert haben, müssen mit einer Anzeige rechnen. Neben der Messe haben auch die beteiligten Polizisten Anzeige erstattet.

Die Party-Chaoten, die am Freitag auf dem Messeplatz die Polizei angegriffen haben, müssen mit einer Verzeigung rechnen.

Die Party-Chaoten, die am Freitag auf dem Messeplatz die Polizei angegriffen haben, müssen mit einer Verzeigung rechnen.

(Bild: Screenshot Youtube/Tageswoche)

Am Freitagabend eskalierte eine unbewilligte Party auf dem Basler Messeplatz. Nachdem rund 100 Partygänger trotz wiederholter Aufforderung ihre selbst gezimmerte Favela neben dem Kunstprojekt gleichen Namens nicht räumten, schritt die Polizei ein und beendete die Party (baz.ch berichtete). Darauf hin randalierte eine Handvoll Chaoten. Es flogen unter anderem mitgebrachte Farbbeutel, sowie Flaschen und Stühle gegen die Polizisten, die ihrerseits versuchten, mit Gummigeschossen und Tränengas die Lage unter Kontrolle zu kriegen.

Gegen die unbekannten Störenfriede hat die Messe Schweiz nun schriftlich Anzeige wegen Hausfriedensbruch eingereicht. Auch die Polizei hat im Namen der beteiligten Beamten gegen Unbekannt Anzeige erhoben – wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamten, Landfriedensbruch sowie Sachbeschädigung. Laut Kriminalkommissär Peter Gill von der Basler Staatsanwaltschaft ein normaler Vorgang in solchen Fällen: «Bei Offizialdelikten sind die Behörden verpflichtet, Anzeige zu erstatten».

Ob noch weitere Anzeigen zu erwarten sind, konnte Gill noch nicht abschätzen. Nun werde im Rahmen des Verfahrens unter anderem auch festgestellt werden müssen, ob die Messe Schweiz überhaupt berechtigt war, Anzeige wegen Hausfriedensbruch zu erstatten. Die Messe hatte den Platz, der zur Allmend gehört, nur gemietet.

amu

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