Wessels genehmigt Solaranlage an Lonza-Fassade

Hans-Peter Wessels hat den negativen Vorentscheid der Stadtbildkommission zur Fotovoltaikanlage am Lonza-Hochhaus rückgängig gemacht. Bei guter Gestaltung sei der Bau einer Anlage möglich.

Bald mit Solaranlage? Nun ist die Umgestaltung der Lonza-Fassade also doch möglich.

Bald mit Solaranlage? Nun ist die Umgestaltung der Lonza-Fassade also doch möglich.

(Bild: Henry Muchenberger)

Das ging schnell: Vergangene Woche wurde bekannt, dass sich die Basler Stadtbildkommission gegen eine Solaranlage an der Fassade des Lonza-Gebäudes aussprach. Die vorgesehene Veränderung würde «das Gesamtkonzept der Gebäudegestaltung erheblich verunklären», hiess es damals. Sowohl bei Politikern als auch bei der Bevölkerung rief der Entscheid Unverständnis oder gar Empörung hervor.

Wie heute bekannt wurde, ist der juristisch unverbindliche Vorentscheid der Stadtbildkommission nun von Hans-Peter Wessels, Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD), aufgehoben worden, wie das BVD mitteilte. Eine Voranfrage dieser Dimension in einem politisch sensiblen Bereich hätte von der ganzen Stadtbildkommission – mithin also auch in Anwesenheit des Vorstehers – bearbeitet werden müssen.

Weithin sichtbarer Symbolcharakter

Hans-Peter Wessels habe das Geschäft nun der Denkmalpflege zur weiteren Bearbeitung übertragen. Wessels wie auch die Denkmalpflege seien der Meinung, dass die Realisierung einer Fotovoltaikanlage bei einer dem Lonza-Hochhaus angepassten Gestaltung durchaus möglich sei, wie das BVD weiter schreibt. Angesichts der exponierten Lage des Hochhauses käme einer Fotovoltaikanlage an diesem Gebäude ein weithin sichtbarer Symbolcharakter zu.

Das Bau- und Verkehrsdepartement unterstreicht bei dieser Gelegenheit die Tatsache, dass es in der Stadt noch sehr viele geeignete grosse Flächen auf Flachdächern für Fotovoltaikanlagen gibt. Wessels hoffe nun, dass die Diskussion um das Lonza-Hochhaus weitere Liegenschaftsbesitzer dazu animiert, die Installation von Fotovoltaikanlagen zu prüfen und die entsprechenden Förderprogramme des Kantons zu nutzen.

Der 1962 bezogene und oft mit dem Pirelli-Hochhaus in Mailand verglichene Sitz des Chemiekonzerns Lonza figuriert im Inventar der schützenswerten Bauten. Bauliche Veränderungen müssen deshalb so oder so in einem offiziellen Verfahren von der Denkmalpflege beurteilt werden, hält das BVD fest.

jg/sda

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