Trotz Absage der Polizei: Demo auf dem Messeplatz findet statt

Eine Bewilligung hatten sie nicht erhalten, trotzdem marschierten die Demonstranten durch die Innenstadt und legten den Tramverkehr beinahe komplett lahm.

Um die 200 Linksextreme demonstrieren trotz polizeilichem Verbot auf dem Messeplatz.

Um die 200 Linksextreme demonstrieren trotz polizeilichem Verbot auf dem Messeplatz. Bild: Lesereporter

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Ursprünglich hat die Basler Polizei den Demonstranten den Marsch durch die Innenstadt und die Besammlung auf dem Messeplatz nicht erlaubt. Mit ein Grund dafür war, dass um die 500 Schulkinder im Kongresszentrum an einem Weihnachtskonzert teilnehmen. Die Sorge der Eltern war gross. Dementsprechend erleichtert waren Veranstalter und Familienmitglieder als es letzten Donnerstag hiess, die Kundgebung der Kapitalismuskritiker soll nicht an dem gewünschtem Ort stattfinden.

Eigentlich hätte die Demo laut Bewilligung auf der Claramatte starten sollen. Aber das war den ultralinken Kapitalismusgegnern egal. Sie versammelten sich trotz des Verbots der Behörden auf dem Messeplatz. «Es wäre unverhältnismässig gewesen, die Kundgebung bereits auf dem Messeplatz aufzulösen», sagt Polizeisprecher Toprak Yerguz dazu. Der Kantonspolizei sei es wichtig gewesn, dass keine Parallelveranstaltungen, wie beispielsweise das Kindersingen, gestört werden und die bewilligte Kundgebungsroute über die Wettsteinbrücke anstatt über die Mittlere Brücke eingehalten werde. «Beides war der Fall», sagt Yerguz.

Um 15.00 Uhr sind die rund 200 Linksextreme Richtung Claraplatz losmarschiert. Motorradfahrer der Polizei begleiteten die Gruppe. Der Tramverkehr kam zwischendurch zum Erliegen.

Wegen der Demo war die Hauptverkehrsachse Barfüsserplatz/Steinenberg gesperrt. Die Polizei war präsent und mit Gummischrot ausgerüstet. Die Demonstration blieb jedoch friedlich. Es wurden nur einzelne Fackeln und Feuerwerkskörper gezündet.

Die Kundgebung richtete sich gegen «faschistische Regierungen» in vielen Länder der Welt und gegen den Kapitalismus. In über zwei Dutzend Ländern seien «Menschen auf der Strasse gewesen, um gegen autoritäre Regierungen und deren neoliberale Politik zu protestieren».

(bwi)

Erstellt: 14.12.2019, 15:31 Uhr

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