Starköche im Duell

Am Samstag startet die fünftägige Fachmesse für Hotellerie und Gastronomie, Igeho. Höhepunkt soll eine Kochshow mit nominierten Starköchen werden.

An der internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Take-away und Care, präsentieren rund 650 Aussteller ihre neusten Kreationen und ­Innovationen.

An der internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Take-away und Care, präsentieren rund 650 Aussteller ihre neusten Kreationen und ­Innovationen.

(Bild: Dominik Plüss)

Zum 28. Mal füllt sich die Messe­halle vom 16. bis zum 20. November mit Fachleuten aus der ­Gastgeberbranche. Dies hat ­seinen Grund: An der internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Take-away und Care, Igeho präsentieren rund 650Aussteller aus 19 Ländern ihre neusten Kreationen und ­Innovationen, erzählt Corinne Moser, Kommunikationsverantwortliche und Messeleiterin. Besucher könnten sich ausserdem auf eine spektakuläre Kochshow mit preisgekrönten Köchen freuen, sagt sie. «Die Igeho gilt als Branchentreffpunkt. Wer in der Szene arbeitet, kommt an die Messe.»

Das erste Mal ist dieses Jahr die Spirituosen-Fachmesse «Drink­Affair» als Gast vertreten. Diese komplettiere das Angebot der Igeho optimal, meint Moser. Besucher hätten dort auch die ein­malige Möglichkeit, diverse Workshops zu besuchen.

Teure Tageskarte

Obwohl sich die Gastgeber­branche in den letzten Jahren massiv verändert hätte, seien die Besucherzahlen konstant geblieben, erzählt sie. Von 260 000 Personen, die in der Schweiz im Bereich der Hospitality arbeiten, besuchen rund 70 000 die jedes zweite Jahr stattfindende Messe. Dies würde einer Marktdurchdringung von 27 Prozent entsprechen, erklärt Moser.

Da vor allem Fachleute erwartet werden, ist der Eintrittspreis für Privatpersonen relativ hoch angesetzt: Siebzig Franken kostet eine Tageskarte für einen Erwachsenen. Es sei den Ausstellern ein Anliegen, hauptsächlich Besucher aus der Branche anzusprechen, sagt Corinne Moser. Diese könnten so ihren Klientenkreis erweitern. Dennoch sei die Messe auch bei Privatgästen beliebt, sagt Moser. Vielseitige Programmpunkte machen die Igeho nicht nur für Fachpersonen sehenswert, meint Moser. So sei die Wissensvermittlung ein ­zentraler Aspekt. «Auf dem sogenannten Campus werden Experten auf spezifische Probleme der Branche eingehen.»

Beispielsweise sei die Digitalisierung ein aktuelles Thema, erklärt die Messeleiterin. «Heutzutage ist es normal, dass man sich von Plattformen wie Tripadvisor oder Google beeinflussen lässt.» Dies wirke sich natürlich auf das Angebot der Hotels und Restaurants aus. Deswegen soll etwa die Nutzung solcher Instrumente den Konsumenten in diversen Referaten nähergebracht werden. Gleichwohl werde ­versucht, Lernende aus den Bereichen der Gastronomie und Hotellerie einzubinden, erklärt Moser. Zu diesem Zweck organisiere die Hotel- und Gastrounion einen Parcours, der von Lernenden unter 21 Jahren absolviert werden kann. «Spezialisten werden den jungen Leuten etwa ­zeigen, wie man einen Fisch korrekt filetiert oder ein Stück Fleisch zubereitet.»

In der Kocharena

Ein Highlight der diesjährigen Ausgabe sieht Moser in der «Kocharena»: Dort werden täglich je zwei Berufsschulklassen gegeneinander antreten. Unterstützt werden diese von hochkarätigen Chefköchen aus ganz Europa. Dabei sein wird mitunter die Köchin Tanja Grandits, die vom Restaurantführer «Gault Millau» mehrfach zur «Köchin des Jahres» und als einzige Frau überhaupt mit 19 Punkten ausgezeichnet wurde. Ihr Restaurant Stucki in Basel wurde ausserdem mit zwei «Michelin»-Sternen bewertet. Unter den namhaften Köchen ist auch Tim Raue. Sein Restaurant in Berlin zählt zu den besten fünfzig Restaurants der Welt.

Die Regeln des Kochduells sind wie folgt: Jede Klasse erhält einen identischen Warenkorb. Die Aufgabe wird sein, innerhalb von einer Stunde ein Gericht zuzubereiten. Mit der erfahrenen Unterstützung der Köche sollen die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Messe­leiterin Moser ist sich sicher: «Es wird absolut spektakulär sein, den Spitzenköchen bei der Arbeit zuzusehen.»

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