«St. Albaneck» erstrahlt in neuem Licht

Das Traditionslokal in der St.-Alban-Vorstadt ist unter neuer Leitung wiedereröffnet worden. Wir haben dem Restaurant einen Besuch abgestattet.

Junge Gastgeber: Olivia Stuber und Lukas von Bidder sind die neuen Gesichter im «Dalbenegg».

Junge Gastgeber: Olivia Stuber und Lukas von Bidder sind die neuen Gesichter im «Dalbenegg».

(Bild: Joël Gernet)

Zehn Minuten nachdem die ersten Gäste das wieder eröffnete Traditionslokal St. Albaneck betreten, steht bereits hoher Besuch an: Anton Lauber, Baselbieter Regierungsrat und Finanzdirektor, hat soeben die frisch renovierte Stube betreten. Er setzt sich an einen der neu gebeizten Holztische, um in einer illustren Runde aus Politik und Wirtschaft zu dinieren. Rotwein sucht man vergebens auf den Tischen – es ist Mittagszeit. Coke Zero und das kostenlose Wasser aus der Karaffe dominieren das Geschehen.

Hell ist es, im frisch renovierten Restaurant St. Albaneck. Die Vorhänge an der Fensterfront sind beseitigt, die Holzvertäfelung aufgehellt worden und an der Decke bilden runde Lampen einen Himmel aus leuchtenden Monden. «Wir wollten uns öffnen, man soll hineinblicken können», sagt der neue Geschäftsführer Lukas von Bidder. Unter der Leitung des 37-jährigen Baslers ist das Lokal neu konzipiert und dezent aufgefrischt worden.

Selbstgebackenes Brot zum Salat

Bei der Eröffnung am Montag war das Lokal bereits über Mittag gut besucht. Ein Menü kostet 20 bis 24 Franken – abends wird es gediegener mit Preisen ab 30 Franken pro Hauptgang. Die Karte ist klein, fein und saisonal ausgerichtet, im Weinkeller geben italienische Tropfen den Ton an. Als ­Küchenchef konnte Henning Prahl, bekannt vom «Höfli» in Pratteln, gewonnen werden. Zum Salat des Mittagsmenus wird frisches, selbstgebackenes Brot serviert. Es folgt ein Zanderfilet, das begleitet von Butter und Korianderpesto wunderbar auf der Zunge vergeht; die Ofenkartoffeln könnten gerne etwas weniger Biss haben.

«Wir wurden gut aufgenommen», freut sich von Bidder über die ersten ­Reaktionen aus dem Quartier. «Es herrschte von Anfang an eine sympathische und Atmosphäre – so etwas kann man nicht kaufen», ergänz Olivia Stuber, Gastgeberin neben von Bidder. Vom gelungenen Einstand zeugen auch die imposanten Blumengestecke auf den ­Tischen – Willkommensgeschenke von Anwohnern und aus den umliegenden Geschäften.

Betreiber-Wechsel mit Nebengeräuschen

Mit seinem Engagement in der St.-Alban-Vorstadt tritt der zuletzt in Luzern tätige Lukas von Bidder die Nachfolge von Andreas Plüss an, der 15 Jahre lang im «Dalbenegg» wirtete und dessen Abgang nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne ging: Plüss musste den Betrieb nach wirtschaftlichen Problemen aufgeben. «Für mich ist es ein Traum und eine Herausforderung, in so einem Traditionslokal etwas Neues zu gestalten», sagt von Bidder, der mit Eigentümerin Susanne Andreetti-Krayer befreundet ist. Die Idee sei im Dialog entstanden. «Ich hatte die Vision und sie die Infrastruktur», sagt von Bidder.

Der ausgebildete Hotelier und Gastronom ist nicht nur der konzeptionelle Kopf des neuen «St. Albanecks», er begegnet seinen Gästen auch im Service. «Es ist mir wichtig, an der Front zu sein und im Gespräch mit den Gästen zu stehen», sagt von Bidder. Dass er auf Anhieb auf viel Wohlwollen stösst, freut den Gastgeber besonders. «Wir fühlen uns jetzt schon als Teil der Dalbe.»

baz.ch/Newsnet

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