Indischer Strassenwischer darf bleiben

Das Bundesamt für Migration hat grünes Licht gegeben zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für Dalip Singh Khalsa. Er wird weiterhin bei der Basler Stadtreinigung arbeiten.

Stadtbekannt: Dalip Singh Khalsa darf in Basel bleiben.

Stadtbekannt: Dalip Singh Khalsa darf in Basel bleiben.

(Bild: Daniel Desborough)

Das Bundesamt für Migration hat jetzt grünes Licht zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen für den mittlerweile seit 15 Jahren in der Schweiz wohnhaften Inder Dalip Singh Khalsa (55) gegeben.

Das Migrationsamt Basel-Stadt hatte Ende Januar 2008 beschlossen, ein von Dalip Singh Khalsa eingereichtes Gesuch um eine Aufenthaltsbewilligung mit einer positiven Beurteilung an das Bundesamt für Migration nach Bern weiterzuleiten. Dem Entscheid waren weitere Gespräche mit dem indischen Staatsbürger vorausgegangen. Nach dem positiven Entscheid des Bundesamt für Migration als abschliessende Behörde steht der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nichts mehr im Wege. Khalsa wird wie bisher bei der baselstädtischen Stadtreinigung tätig sein.

Sympathiewelle

Der Inder mit dem langen grauen Bart und dem orangen Turban ist in Basel stadtbekannt. Als im Dezember 2007 sein Asylgesuch in letzter Instanz abgelehnt wurde und ihm die Ausweisung drohte, setzte in Basel eine Welle der Solidarisierung ein, und der Fall sorgte weit über die Grenzen des Stadtkantons hinaus für Schlagzeilen. Die Sympathiewelle brach auch dann nicht ab, als im Januar 2008 im Basler Grossen Rat bekanntgegeben wurde, dass der gläubige Sikh 1984 in Indien an einer Flugzeugentführung beteiligt gewesen war.

kng/SDA

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt