Hinterhof-Bar darf auf dem Dreispitz bleiben

Der Zwischennutzungsvertrag der Kulturinstitution wird bis Ende 2012 verlängert. Damit kann die Hinterhof-Crew nun Konzerte, Ausstellungen und Parties weiterplanen.

Die Bar mit der gemütlichen Dachterrasse wird auch im kommenden Jahr geöffnet sein.

Die Bar mit der gemütlichen Dachterrasse wird auch im kommenden Jahr geöffnet sein.

(Bild: Joël Gernet)

Erleichtertes Aufatmen bei Lukas Riesen und Philippe Hersberger von der Hinterhof-Bar. Der Zwischennutzungsvertrag der Kulturinstitution auf dem Dreispitz ist bis Ende 2012 verlängert worden. Lange war nicht klar, ob aufgrund des geplanten Gassenzimmers die Bar mit der gemütlichen Dachterrasse auch im kommenden Jahr auf dem ehemaligen Frigosuisse-Areal fortbestehen darf. Nach einigen Missverständnissen und Unklarheiten zwischen den Betreibern und dem Gesundheitsdepartement fanden sich sämtliche Beteiligten Mitte Juli zu einem Runden Tisch zusammen. «Die Gespräche sind sehr kooperativ verlaufen, und wir sind erleichtert über den schnellen, positiven Entscheid», sagt Riesen.

Die Hinterhof-Bar nicht mehr an der Münchensteinerstrasse fortführen zu dürfen, hätte schwerwiegende Folgen für die Betreiber gehabt. Einerseits wären personelle Abstriche beim rund 20-köpfigen Team nötig gewesen. Andererseits hätte durch die Suche nach einer neuen Lokalität die Programmplanung gelitten. «Natürlich sind wir in erster Linie Kulturschaffende, aber gleichzeitig eben auch Unternehmer, die vorausschauend planen müssen», sagt Riesen. Philipp Hersberger, Hauptverantwortlicher für den Kulturbereich, ist nun bereits dabei, gefragte Künstler für das kommende Jahr zu buchen.

Gassenzimmer kommt wohl 2013

Dank der Vertragsverlängerung können die Gäste 2012 nun mit noch attraktiveren Acts rechnen. Zudem soll während der kalten Monate nicht mehr nur am Wochenende getanzt werden; die Türen des Hinterhofs werden bereits in der Wochenmitte öffnen. «Am Mittwoch und Donnerstag fokussieren wir uns auf den Barbetrieb in gemütlicher Atmosphäre», sagt Riesen, der damit das Ambiente der Dachterrasse auch ins Innere des Gebäudes holen möchte.

Auch beim Gesundheitsdepartement ist man erfreut darüber, eine zufriedenstellende Lösung gefunden zu haben. Die neue Kontakt- und Anlaufstelle soll voraussichtlich gegenüber der Hinterhof-Bar entstehen. «Detaillierte Abklärungen müssen noch getroffen werden», sagt Philipp Waibel, Leiter des Bereichs Gesundheitsdienst. Das Baugesuch solle in den ersten Oktobertagen eingereicht werden und wenn keine Einsprachen erfolgen, werde das neue Gassenzimmer spätestens Anfang 2013 öffnen können.

Ob dann der Zwischennutzungsvertrag der Hinterhof-Bar erneut verlängert wird, ist noch nicht abzusehen. Die Betreiber sehen sich vorbeugend bereits nach Alternativen um. Dass ihre Institution aber sicher noch ein weiteres Jahr auf dem Dreispitz bleiben kann, verschafft den beiden Betreibern mehr Zeit zur genauen Planung und Freiraum für neue Projekte.

Basler Zeitung

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