Getöteter Knabe erhält keinen Gedenkstein

Die Regierung verzichtet darauf, im Gotthelf-Quartier ein Mahnmal für Ilias zu errichten.

Die unfassbare Bluttat rief eine grosse Anteilnahme hervor.

Die unfassbare Bluttat rief eine grosse Anteilnahme hervor.

(Bild: 20minuten)

Die Bluttat schockierte. Im vergangenen März erstach eine psychisch labile 75-Jährige mutmasslich einen 7-Jährigen auf dem St. Gallerring. Der Knabe war vom Gotthelf-Schulhaus auf dem Weg nach Hause. Einen Monat später überstellte ein Petitionskomitee der Plattform petito.ch Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) rund 1500 Unterschriften. Die Petition fordert einen Gedenkstein für den getöteten Buben mit dem Namen Ilias.

Wie der Leiter der Stadtgärtnerei, Emanuel Trueb, im April gegenüber Medien sagte, stehe einem Gedenkstein grundsätzlich nichts im Wege. Wie die Regierung nun aber mitteilt, komme ein Gedenkstein für sie nicht in Frage. «Der Wunsch sei gut nachvollziehbar, es sei aber nicht möglich, für jeden unter tragischen Umständen im öffentlichen Raum gestorbenen Menschen ein Mahnmal zu errichten.» Die Regierung bittet die Petenten um Verständnis.

Baum gepflanzt

Die Stadtgärtnerei hat am 5. April mit der Klasse von Ilias einen Baum in der Rabatte beim Tatort gepflanzt, um an die tragische Tat zu erinnern.

Gegen die mutmassliche Täterin läuft bei der Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher Tötung und eventuell wegen Mordes. Kurz nach der Tat ergaben sich Zweifel an der Schuldfähigkeit der Frau. Es wurde deshalb ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben.

mar

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