«Einige hatten Tränen in den Augen»

Basel

Ein Fuchs verirrte sich am frühen Morgen in die Stadt. Der Ausflug hatte einen tragischen Ausgang.

Der Fuchs, der sich in die Stadt verirrt hatte, musste getötet werden. (Symbolbild)

Der Fuchs, der sich in die Stadt verirrt hatte, musste getötet werden. (Symbolbild)

(Bild: Hans Wüthrich)

Dass sich ein Fuchs in die Quartiere der Stadt verirrt, ist keine Seltenheit. Besonders nach Basel-West, ins Hirzbrunnen und oder aufs Bruderholz treibt es die Wildtiere ab und zu – jedoch meistens bei Nacht und in der Dämmerung, wo sie unbemerkt bleiben. Nicht so an der Markircherstrasse. Am Dienstagmorgen hat sich ein Fuchs dorthin in einen Innenhof verirrt. Anwohner haben daraufhin die Polizei informiert und diese die Wildtierforschung der Region Basel.

Wie letztere mitteilt, habe man das Tier «leider nicht lebend» einfangen können. «Der Innenhof war voller Hecken, Pflanzen, Zäunen und Menschen. Das Tier war deshalb sehr nervös und verängstigt», sagt Wildtierbiologe Sandro Gröflin. «Wir haben alle Methoden in Erwägung gezogen, doch letztlich blieb uns nur die Erschiessung des Tieres übrig.» Grundsätzlich, so Gröflin, sei der Fuchs kein gefährliches Tier. «Doch es ist ein Raubtier und normalerweise flüchtet der Fuchs, wenn er Menschen auf sich zukommen sieht. Ist er aber umzingelt, kann seine Reaktion unberechenbar sein.»

Der Zwischenfall am Dienstagmorgen sei besonders tragisch gewesen. «Man versucht an sich ja immer den bestmöglichen Ausgang in einer solchen Lage zu erreichen.» Das sei an der Markicherstrasse jedoch nicht möglich gewesen. «Tragisch war es auch, weil viele Menschen anwesend waren und das Geschehnis beobachteten. Die Tötung war sehr bedrückend. Einige Leute hatten Tränen in den Augen», sagt Gröflin. «Es gibt halt nicht immer ein Happy End.»

sa

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