Ein erster Blick in den neuen FCB-Campus

Dieses Wochenende wird der Nachwuchs-Campus des FC Basel eröffnet. Wir haben kurz vor Fertigstellung einen Blick in die modernste Schweizer Fussballschule geworfen.

Ein funktionaler Fussball-Tempel: Benno Kaiser, Geschäftsführer der Stiftung Nachwuchs-Campus Basel, zeigt das neue Hauptquartier der FCB-Junioren. (Joël Gernet)

Der frisch gelegte Rasen vor dem neuen FCB-Campus sieht tadellos aus, besser als das Grün im Joggeli. Im Herzen des Betonbaus wird allerdings noch gebohrt, geschliffen und gestrichen was das Zeug hält. Es ist Mittwoch – noch drei Tage bis zur offiziellen Eröffnung. «Es gibt noch viel zu tun», sagt Benno Kaiser, Geschäftsführer der Stiftung Nachwuchs-Campus Basel. «Aber die Freude ist riesig, dass wir nach knapp zweijähriger Bauzeit am Ziel angelangt sind».

Vorbei am neuen Kunstrasenplatz, auf dem bereits trainiert wird, geht es auf den himmelblauen Tartan-Platz auf der Südseite des Campus. Hinter den vier frisch angesäten Rasenfeldern dudeln die Orgeln der «Resslirytti» in der Grün 80. Demnächst können Besucher diese Aussicht von der öffentlich zugänglichen Campus-Cafeteria aus geniessen und dabei den FCB-Nachwuchshoffnungen beim Training auf die Füsse schauen. «Das wird die Begegnungszone», erklärt Kaiser bevor er auf dem angrenzenden Feld 11 das Leistungsdiagnostik-System erklärt, das dank fix installierten Kameras an den Laternenmasten und Sensoren am Körper der Spieler neue Erkenntnisse liefern soll. Die Stars der ersten Mannschaft des FC Basel geniessen hier Gastrecht, bezahlen jedoch Platzmiete. Die Stiftung des Nachwuchs-Campus agiert unabhängig vom Club.

Huggels neues Büro

Während Arbeiter die letzten Kücheneinrichtungen in die künftige Kantine tragen, zeigt Benno Kaiser das Innenleben des von Architekt Luca Selva geplanten Betonbaus: Im Erdgeschoss befinden sich neben Cafeteria und Kantine die Gästekabinen, der Aufenthaltsraum sowie Sitzungszimmer, in denen auch einmal Hausaufgaben erledigt werden können.

«Das Wichtigste sind die kurzen Wege auf dem Campus», erklärt Kaiser. Das Zusammenrücken ermögliche eine Zusammenarbeit zwischen Trainern, Staff und Mannschaften, wie sie bisher nicht möglich war. So haben beispielsweise sämtliche Nachwuchs-Coaches einen eigenen Arbeitsplatz. Wenn Benjamin Huggel, Trainer der U14, künftig seine Büroarbeit verrichtet, kann er dabei durch die Glasfassade das Trainingsgelände überblicken.

Europäische Spitze

Gleich um die Ecke befinden sich die Kabinen der U14 bis U21-Mannschaften, hintereinander am Gang aufgereiht wie Perlen an einer Kette. Je älter die Spieler, desto besser die Infrastruktur. Am Ende des Korridors dann der Kraftraum mit abtrennbarem Physio-Bereich. Auch ein Kaltwasserbecken für die Regeneration steht bereit. Das Wasser fehlt drei Tage vor Eröffnung allerdings noch genauso wie die Fitnessgeräte und fast alle anderen nicht fix installierten Möbel.

Die Leere lässt die schlichten Linien, die runden Beton-Bullaugen und die edel anmutenden Holzelemente noch stärker hervortreten. Funktionalität und Ästhetik gehen hier Hand in Hand – so, wie es idealerweise auch in einer funktionierenden Fussballmannschaft der Fall ist. Bis zur Eröffnung am Samstag sollen die meisten Räume eingerichtet sein. Der definitive Einzug der Nachwuchsteams erfolgt am 1. September. Ab dann wird der FC Basel über eine der modernsten Fussballschulen Europas verfügen.

Mehr zum neuen Nachwuchs-Campus des FC Basel gibt es am Samstag in einer Sonderbeilage der Basler Zeitung.

baz.ch/Newsnet

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