Dreispitz-Umnutzung schreitet munter voran

Das von der Christoph Merian Stiftung (CMS) geplante Kunstfreilager im Basler Dreispitzareal kommt voran. Am Wochenende werden das Kunst-, Gewerbe- und Atelierhaus Oslo sowie das Haus der elektronischen Künste eröffnet.

Neues entsteht: Rund um das alte Transitlager wird ein Kunst- und Wohnquartier entstehen.

Neues entsteht: Rund um das alte Transitlager wird ein Kunst- und Wohnquartier entstehen.

Die CMS informierte am Donnerstag über den Stand der Entwicklung auf dem rund 58'000 Quadratmeter grossen bisherigen Gewerbe- und Lagerareal. Entstehen soll dort bis 2014 ein «Art Cluster» mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK), Bauten für Kunst und Gewerbe sowie Wohnungen. Seit Herbst sind die Bauarbeiten im Gang.

So wurden bereits Röhren und Kabel im Boden verlegt und ein altes Lagergebäude abgerissen. Zum Kunst-, Gewerbe- und Atelierhaus Oslo umgebaut wurde ein weiteres Lagerhaus; darin befinden sich unter anderen Radio X, der Kunstraum Oslo10, die Fotogalerie Oslo8, ein Fotolabor und 16 Werkateliers für Kunstschaffende.

Das Internationale Austausch- und Atelierprogramm Region Basel (iaab) eröffnet darin am Freitag zudem seinen Projektraum «Basement» mit der Ausstellung «Going Places». Und das Haus für elektronische Künste Basel (HeK) öffnet seine Tore mit einem Fest, Musik und der Ausstellung «Together in Electric Dreams. Abwesende Anwesenheit».

Stichwort Kunsthaus Baselland

Das HeK soll später wieder umziehen, wenn anschliessend ans Oslo-Haus ein geplanter Neubau fertiggestellt ist. Dieser Neubau soll zusammen mit dem Kunsthaus Baselland bezogen werden, das seinen Umzug aufs Dreispitz zwar schon länger plant, jedoch noch auf die Zusage des Kantons wartet. Sollte diese nicht kommen, existiert für das HeK ein «Plan B», wie Toni Schürmann, Pressesprecher der CMS, versichert. Wie dieser aussieht, war allerdings noch nicht zu erfahren.

Der Spatenstich für den HGK-Neubau ist für kommenden Juni geplant. Im Herbst werden die Resultate eines Studienauftrags zur die Umnutzung des daneben liegenden Transitlagers zu einem Wohn- und Geschäftshaus erwartet.

Weitere Projekte

Bereits seit 2008 steht zudem benachbart zum Oslo-Gebäude in einem umgebauten Lager die Dreispitzhalle für Veranstaltungen zur Verfügung. In die Erschliessung des ganzen Gebiets sowie in Grün- und Freiflächen investiert die CMS als Grundeigentümerin in den nächsten Jahren rund 12 Millionen Franken.

Den 120-Millionen-Kredit für den HGK-Campus hatte der Basler Grossen Rat schon im April 2009 bewilligt; die HGK ist Teil der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Für weitere Gebäude sollen laut der CMS über 200 Millionen Franken von Investoren aufgebracht werden. Der Umbau des OSLO-Hauses hat die CMS 3,9 Millionen Franken gekostet.

Die Entwicklung des Gebiets im östlichen Teil des Dreispitzareals stützt sich auf den Quartierplan «Kunstfreilager», der seit März 2009 in Kraft steht. Das gesamte für Gewerbe und Logistik genutzte Dreispitzareal umfasst etwa eine halbe Millione Quadratmeter und verteilt sich auf die Gemeindegebiete von Basel und Münchenstein.

kng/sda

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