Die Muba wird eingestampft

2019 wird die Muba zum letzten Mal in der Messe Basel stattfinden. Zur Beerdigung der Traditionsmesse gibt es Gratiseintritt.

Die Muba verliert das Kräftemessen mit dem Internet. 2019 wird sie zum letzten Mal stattfinden.

Die Muba verliert das Kräftemessen mit dem Internet. 2019 wird sie zum letzten Mal stattfinden.

(Bild: Kostas Maros)

Nach 103 Jahren findet 2019 zum letzten Mal eine Muba in der Messe Basel statt. Das traditionelle Konzept der muba passe nicht mehr in eine Zeit, die geprägt ist von Digitalisierung, einem veränderten Konsum- und Freizeitverhalten und dem Trend weg von allgemeinen Publikumsmessen hin zu themen- und interessenspezifischen Veranstaltungen, begründet die Messe das Ende der Basler Warenmesse.

Die Messe beklagt eine Veränderung des Konsum- und Freizeitverhaltens der Menschen. Verkaufsmessen seien nicht mehr der Ort, wo man sich über neue Trends informieren und Produkte kaufe. Dies sei heute durch das Internet und Online-Shopping abgelöst worden. Dem Entscheid seien «intensive Gespräche mit Ausstellern und eine Auswertung der Besucher- und Ausstellerbefragung an der muba 2018» vorausgegangen.

Neues Konzept in Planung

Die Derniere findet vom 8. bis 17. Februar 2019 statt. Zum Abschuss der «über 100-jährigen Erfolgsgeschichte» sollen die Besucher und Aussteller 2019 an der Dernière von speziellen Aktionen profitieren können, heisst es in der Mitteilung der Messe Schweiz. An der letzten Muba wird der Eintritt für Besucher kostenlos sein. Die Aussteller erhalten einen Treuerabatt in Form von 20 Prozent.

Die Messe arbeite bereits an einem neuen Konzept für einen zeitgemässen Publikumsevent, der ab 2020 stattfinden soll. Darüber werde im Frühjahr 2019 informiert.

Auch die Herbstwarenmesse ist tot

Mit ähnlichen Worten hat die Messe Schweiz im Februar 2018 bereits das Aus für die Herbstwarenmesse begründet. Auch da hat man den Wandel im Konsumverhalten aufgrund der stärkeren Konkurrenz durch Internetplattformen als Hauptgrund für die Einstellung des Formats hervorgebracht.

Die Konstellation mit zwei Publikumsmessen pro Jahr in Basel sei nicht mehr zeitgemäss, hiess es im Februar. Die Kräfte sollten daher auf die muba gebündelt werden. Offenbar hat dies nicht gereicht.

Zu kämpfen hat die Messe seit Jahren auch bei der Baselworld. Die Uhren- und Schmuckmesse hat bereits eine Schrumpfkur hinter sich: Neben der Halbierung der Aussteller und der Halbierung der Fläche ist die Baselworld den Ausstellern auch mit einer Mietpreisreduktion entgegengekommen. Dies hätte der Messe nicht geschadet. Die meisten Aussteller seien zufrieden gewesen die grossen werden auch 2019 dabei sein, liess der Veranstalter nach der Baselworld 2018 verlauten.

amu

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