Dialekt-Papst Rudolf Suter ist tot

Jahrzehntelang waren seine Bücher der treue Helfer vieler Zeedel-Dichter und Schnitzelbänkler. Nun ist der Autor zweier Dialekt-Standardwerke 91-jährig verstorben.

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Rudolf Suter starb am vergangenen Sonntag, wie einer Todesanzeige der Familie vom Dienstag zu entnehmen ist. Rudolf Suter-Christ hatte Germanistik, Geschichte und Latein an der Universität Basel studiert und über Basler Mundart-Dichtung promoviert. Er arbeitete als Mittellehrer und Journalist, unter anderem beim Radio und den damaligen «Basler Nachrichten». Später unterrichtete er an der Ingenieurschule beider Basel.

Bewahrung der traditionellen Sprache

Seine Baseldeutsch-Grammatik, im Auftrag der Christoph Merian- Stiftung (CMS) verfasst, erschien erstmals 1976; heute ist die dritte Auflage in den Regalen. Sein Baseldeutsch-Wörterbuch von 1984, auch für die CMS, ist ebenfalls zum dritten Mal aufgelegt worden.

Suters Dialekt-Standardwerke zielten auf die Bewahrung der traditionellen Sprache. Angesichts des starken sprachlichen Wandels der jüngeren Zeit hat die CMS zusammen mit der Bürgergemeinde bei der Uni Basel ein neues Wörterbuch auf Suters Basis, aber mit zeitgenössischerem Fokus bestellt, das 2010 erschienen ist.

jg/sda

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