Der Voltaplatz ist geräumt

Nach den Krawallen auf dem Voltaplatz von Samstagnacht hat das Bau und Verkehrsdepartement der Stadt Basel (BVD) die besetzte Ecke geräumt. Auch die Besetzer der Uferstrasse haben sich verzogen.

Das Wahrzeichen des Wiederstands der «Revolta» Turm steht nicht mehr. Er wurde vom BVD abgerissen.

Das Wahrzeichen des Wiederstands der «Revolta» Turm steht nicht mehr. Er wurde vom BVD abgerissen.

(Bild: Roland Schmid)

Heute Morgen hat das BVD den «Revolta» Turm und andere Bauten auf dem Voltaplatz entfernt. Wie das Departement mitteilte, seien keine Besetzter vor Ort gewesen. Weiter hiess es, dass die Stadtgärtnerei nun den Bauzaun um die Voltamatte näher an den Platz ziehen und verstärken würde. Angesichts der beträchtlichen Schäden, die Chaoten bei ihrer Zerstörungsattacke hinterlassen haben, sei eine Strafanzeige eingereicht worden.

Bei einer am Samstagabend begonnenen erneuten illegalen Openair-Party auf jener Platz-Ecke waren am Sonntag zuerst Feuer mit Baumaterial entfacht und nach drei Uhr früh reihenweise Scheiben an neuen Gebäuden vis-à-vis eingeschlagen worden. Die Polizei griff spät ein und nahm von geschätzten 100 bis 150 Chaoten zwei in Gewahrsam. Das späte Eingreifen der Ordnungskräfte hat eine breite Diskussion über den Umgang der Behörden mit Randalierern und Besetzungen ausgelöst.

Auch die Uferstrasse ist wieder unbesetzt

Bereits gestern sind die Besetzer abgezogen, die auf einem Industrieareal an der Uferstrasse campiert hatten. Wie das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) mitteilte, habe sich die Gruppe in den Hinterhof einer im Kantonsbesitz stehenden Liegenschaft an der Freiburgerstrasse begeben, der ihnen angeboten worden sei. Weil der Hinterhof nicht vermietet sei, ergebe sich keine Nutzungskonkurrenz. Das WSU dankt den Schweizerischen Rheinhäfen, die mit der Duldung dazu beigetragen hätten, dass auf eine polizeiliche Räumung verzichtet werden konnte.

sad/sda

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