Der Konsumtempel Markhalle wird eröffnet

Als Erlebnis- und Einkaufszentrum wird die drittgrösste Massivkuppel der Welt am Samstag eröffnet. Die Betreiber der Markthalle sind zuversichtlich, über Dreiviertel der Flächen sind vermietet.

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Am Samstag öffnet die frisch umgebaute Markthalle ihre Pforten für das Publikum. Knapp 20 Geschäfte mit Detailhandels-, Gastronomie- und Dienstleistungs-Angeboten erwarten die Öffentlichkeit mit vielen Programmpunkten während dem Eröffnungswochenende. Konzerte, ein Surf-Simulator und Showeinlagen etwa von Ex-Miss Stéphanie Berger sollen dem Publikum einen bunten Strauss an Attraktionen bieten. Schon heute waren Medienschaffende eingeladen, einen Blick in die noch nach frischer Farbe und Holz duftende Markthalle zu werfen.

Der 27 Meter hohe Kuppelbau mit seinen 60 Metern Durchmesser gehört zu den drei weltgrössten Massivkuppeln. In deren Innenraum stehen an den Rand gebaut mit Holz verkleidete Raumkörper, in denen die verschiedenen Geschäfte untergebracht sind. Wie Beispielsweise die Modelabels Maya Maya oder Superdry. Daneben gibt es weitere Geschäfte im Mode- aber auch im Gesundheitsbereich. Die Säulenhalle im Untergeschoss bietet weiteren Platz für Läden, wo das Elektronikgeschäft Digitec und der Outdoor-Ausstatter Bächli Sport ihre Waren feil bieten.

Die gesamte Fläche unter der Kuppel ist als Begegnungszone und als Fläche für Veranstaltungen frei geblieben. Momentan befindet sich in der Mitte der Markthalle aber eine provisorisch wirkende Zeltstadt, wo sich Info- und Essensstände präsentieren – es hat etwas von einer Messehalle. Diese Bespielung ist in der Tat provisorisch, wie Philipp Strebel, CEO der Betreiberfirma PSM Center Managment AG betont. Sobald im Oktober auch noch das definitive Restaurant und das Lebensmittel-Detailhandel-Angebot, der «Frischemarkt», in den zwei noch leeren Läden öffnen, wird die zentrale Fläche von etwas mehr als 1000 Quadratmetern frei sein. Dort werden die unterschiedlichsten Veranstaltungen stattfinden, wie etwa ein Box-Event. Zuvor noch aber während der Euro 2012 wird eine Fan-Meile eingerichtet.

Kanton froh über private Investoren

2003 endete der Marktbetrieb in der Halle und der langjährige Baurechtsvertrag mit der Markthallen-Genossenschaft wurde 2004 auf Grund der veränderten Realitäten im Engros-Handel nicht mehr verlängert. Der Verkaufstempel im Besitzt des Kantons Basel-Stadt sollte verkauft werden, wofür zwischen 2005 und 2006 ein Investorenwettbewerb ausgeschrieben wurde. «Wir waren froh, Allreal als Käuferin gefunden zu haben, die sich der Sanierung des Baus verschrieb», so Herzog. Ansonsten hätte die öffentliche Hand das Investitionsvolumen von rund 94 Millionen Franken tragen müssen.

Die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog zeigte sich sehr erfreut über die Eröffnung der Halle: «Zwar war gehört die Kuppel als Denkmal bereits seit Ende der 1920er Jahren zum Stadtbild. Es ist aber ein neuer Ort für Basel, der vorher nicht öffentlich zugänglich war», sagt Herzog. Sie betont, dass mit der nun vor der Eröffnung stehenden Markthalle alle Nutzungskritierien des Grossen Rats erfüllt seien. Hier war insbesondere eine multifunktional nutzbare Plattform zentral. Herzog ist überzeugt, dass die Markthalle den City-Rand zwischen Bahnhof und Innenstadt deutlich aufgewertet, zumal die Markthalle verkehrstechnisch auch gut erschlossen sei. Fünf Tramlinien bedienen die Haltestelle «Markthalle» und sie liege auch in bequemer Fussdistanz zur Innenstadt. «In der Planungsphase spielten wir noch mit dem Gedanken, ein unterirdisches Parking zu bauen. Verkehrsmodelle zeigten aber, dass dies nicht verträglich ist», so Herzog. Ausserdem sei das Elisabethenparking und weitere Parkhäuser in unmittelbarer Nähe.

Am heutigen Tag geht das Eigentum von Generalunternehmerin Allreal au die Credit Suisse Anlagestifung über, die schweizweit rund 1100 Liegenschaften mit einem Gesamtvermögen von 28,8 Milliarden Franken verwaltet. Die CS Stiftung ist so auch Vermieterin der 45 3,5 bis 5,5 Zimmer-Wohnungen im daneben neu von den Diener & Diener Architekten errichteten Hochhaus. Momentan stehen davon nur noch elf leer. Die vorhandenen 5000 Quadratmeter an Büro-, Dienstleistungs- und Gastro-Flächen des Gesamtkomplex sind gar bereits zu deutlich über 90 Prozent vermietet. Einzig von den 5200 Quadratmeter Detailhandelsfläche ist noch ein Viertel leerstehend.

baz.ch/Newsnet

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