Das Volkshaus soll ein Konzertort bleiben

Die Zürcher Jugendstil AG übernimmt das Basler Volkshaus. Die kunstbegeisterten Unternehmer überzeugten den Regierungsrat mit einem Konzept, das eine intensivierte kulturelle Nutzung mit Schwerpunkt Musik vorsieht.

Das Volkshaus wird ein Konzertort bleiben.

Das Volkshaus wird ein Konzertort bleiben.

(Bild: Dominik Plüss)

Auf die Ausschreibung zur Neupositionierung des Volkshaus Basel im Frühjahr 2010 haben sich vier Trägerschaften mit ernsthaften Angeboten und interessanten Projektideen um die Übernahme des Volkshauses beworben. Alle vier setzten den Schwerpunkt auf musikalische Veranstaltungen, Restaurant sowie Hotel und/oder Büroräumlichkeiten. Unter ihnen konnte sich ein Team um die Jugendstil AG aus Zürich durchsetzen. Es überzeugte die Jury und den Regierungsrat mit seinem vielseitigen Gesamtkonzept.

Das Konzept der Initiatoren Leopold Weinberg und Adrian Hagenbach beinhaltet ein breites kulturelles Angebot, sieht unterschiedliche Nutzungen wie einen Restaurantbetrieb, ein Hotel, Clubbing und - in Partnerschaft mit dem Schweizerischen Architekturmuseum - eine Architekturbibliothek vor. Das Angebot ist laut Medienmitteilung des Regierungsrates von allen eingereichten Angeboten das wirtschaftlich beste. Das Volkshaus wird zukünftig von einer neu zu gründenden Gesellschaft gehalten (Volkshaus Basel Immobilien AG mit Sitz in Basel), die Gastronomie- und Event-Räumlichkeiten werden von separaten Trägergesellschaften gemanagt.

Diverse Musikrichtungen

Unter dem Titel «Klangräume» beabsichtigen die Initiatoren die Nutzung der Säle mit Schwerpunkt Musik: Im Vordergrund stehen Konzerte diverser Musikrichtungen, die Beibehaltung der Vorfasnachtsveranstaltungen, die Nutzung der Säle für Orchesterproben und als Tonstudio sowie für eigene Veranstaltungen. Dieser Geschäftsbereich wird durch Markus Simmen (ehem. Freddy Burger Management, Geschäftsleiter Rent-a-Show AG, Basel) geführt. Er will für ein hohes künstlerisches Niveau der Veranstaltungen besorgt sein und die direkte Konkurrenzierung anderer Basler Veranstaltungslokalitäten gering halten. Primär sollen die Säle auf kommerzieller Basis Drittveranstaltern zur Verfügung gestellt werden. Daneben sind auch eigene Veranstaltungen geplant. Die Ausrichtung des Volkshauses als Konzertbetrieb hatte in der Stadt in den letzten Monaten für regen Gesprächsstoff gesorgt (vgl. BaZ-Kulturblog).

Im Restaurant soll Stefan Roth für eine Neuausrichtung sorgen. Eine Brasserie mit Pariser Charme und einer Küche für jedermann soll ein breites Publikum anziehen. Aktiv und beratend zur Seite steht ihm Françoise Wicki, in Basel bekannt durch ihr kulinarisches Wirken im Hotel «Trois Rois».

Zürcher mit Erfahrung

Hinter der Jugendstil AG steht mit Leopold Weinberg, Adrian Hagenbach und Stefan Roth ein erfahrenes und erfolgreiches Team. Sie betreiben bereits das Hotel/Restaurant Helvetia in Zürich sowie das Berghotel Alpenrösli in Klosters. Ausserdem sind sie in Zürich mit den In-Clubs Pier West und Bling präsent und haben im Rahmen der von Ihnen betriebenen Turbinen Event GmbH im Sommer das Urban Festival Zürich mit Xavier Naidoo als Hauptact organisiert.

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat entschieden, das Volkshaus Basel im Baurecht an die neu zu gründende Volkshaus Basel Immobilien AG zu übergeben. Die Übergabe erfolgt voraussichtlich per 1. Juli 2011 unter der Voraussetzung, dass der Grosse Rat der notwendigen Umwidmung des heute im Verwaltungsvermögen geführten Teils der Liegenschaft ins Finanzvermögen zustimmt.

kng

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