Botellones werden in Basel nicht verboten

Der Regierungsrat Basel-Stadt verbietet Botellones nicht. Er will die Situation beobachten und gegebenenfalls Massnahmen ergreifen.

In Bern, Zürich und Genf haben bereits Botellones stattgefunden, auf den 13. September ist auch in Basel ein gemeinsames Betrinken angekündigt. Nach der öffentlichen Empörung, das die Botellones schweizweit hervorgerufen hat, demonstriert die Basler Regierung nun Gelassenheit: Heute hat der Regierungsrat das Thema diskutiert und ist zum Schluss gekommen, dass für ein Verbot zurzeit kein Anlass bestehe.

Die Regierung beobachte die Situation und werde gegebenenfalls Massnahmen ergreifen, sagt der Informationsbeauftragte des Regierungsrates Marco Greiner auf Anfrage. Man glaube, dass die Strukturen vorhanden sind, um mit der Situation umzugehen - unter anderem in der Abteilung Jugend, Familie und Prävention des Justizdepartements (AJFP).

Marc Flückiger, Leiter des AJFP, sagt dazu: «Wir werden den Auftrag, der sich aus diesem Entscheid ergibt, umsetzen.» Es stehe ihm nicht zu, Beschlüsse des Regierungsrates zu kommentieren. Er ist aber froh, dass nicht ein Verbot umgesetzt werden muss. «Ein solches wäre enorm schwierig umzusetzen. Und wenn ein Verbot nicht umgesetzt wird, entsteht ein Glaubwürdigkeitsproblem.»

Auch die Leser der baz und von baz.oline sind mehrheitlich gegen ein Verbot von Botellones: Nur 40 Prozent von 334 Teilnehmern befürworteten in einer Online-Umfrage ein Verbot.

baz.ch/Newsnet

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