Basler Jungfreisinnige ziehen Politik-Schulfach-Initiative zurück

Politische Bildung wird gemäss Erziehungsdepartement neu in die Stundentafel aufgenommen werden. Die Jungfreisinnigen ziehen infolge ihre Initiative «JA zu einem Fach Politik» zurück.

Politik wird neu an Basler Schulen als eigenes Fach gelehrt.

Politik wird neu an Basler Schulen als eigenes Fach gelehrt.

(Bild: Dominik Plüss)

Politische Bildung soll analog zu Medien und Informatik neu in die Stundentafel aufgenommen werden. Dafür ziehen die Basler Jungfreisinnigen ihre Initiative zurück.

Das baselstädtische Erziehungsdepartement (ED) gab den Erfolg der Verhandlungen mit dem Inititativkomitee am späten Mittwochnachmittag bekannt. Details und nächste Schritte will das ED am Freitag vor den Medien erläutern. Zu ihrer 2016 eingereichten Initiative fordern die Jungfreisinnigen ein Fach Politik während mindestens eines Jahres in der obligatorischen Schulzeit. Dies soll ein gewisses politisches Basiswissens sicherstellen.

Der Grosse Rat hatte am 20. März zwar einen Gegenvorschlag seiner Bildungs- und Kulturkommission sehr deutlich beschlossen, aber auch die Initiative mit 48 gegen 35 Stimmen bei 10 Enthaltungen zur Annahme empfohlen. Bei der Stichfrage obsiegte ebenfalls die Initiative mit 47 gegen 43 Stimmen bei 3 Enthaltungen.

Die Regierung hatte zuvor gewarnt, ein eigenes Fach Politik widerspräche dem interkantonalen Anliegen, gesellschaftlich relevante Themen nicht in einzelne, sondern in möglichst viele Fächer und Fachbereiche einzubinden. Die von der Initiative geforderten Inhalte und Kompetenzen seien Teil des Lehrplans 21. In der Debatte hatte Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) vor fixen Zeitvorgaben gewarnt und für flexibles Thematisieren im Unterricht plädiert. Die Stundentafeln seien in «harten Verteilkämpfen» ausgehandelt worden, mahnte er damals. Für die Initiative votierten FDP, SVP und SP; dagegen waren LDP, CVP und Grünes Bündnis.

kha/sda

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