Basel will keinen Rheinuferweg

Der Basler Münsterhügel bleibt unversehrt: Die Stimmbevölkerung schickt den Wunsch eines durchgehenden Rheinuferwegs bachab. Die Initianten sind enttäuscht.

Alles bleibt beim Alten: Die Idee eines Rheinuferwegs am Münsterhügel findet keine Mehrheit im Stimmvolk.

Alles bleibt beim Alten: Die Idee eines Rheinuferwegs am Münsterhügel findet keine Mehrheit im Stimmvolk.

(Bild: Lucian Hunziker)

Der Rheinuferweg erfährt eine klare Ablehnung. 54 Prozent der Basler Stimmberechtigten sagten Nein zu einer Ausarbeitung eines Projektes für einen Steg zwischen der Mittleren Brücke und der Wettsteinbrücke. An forderster Front dagegen gekämpft hat das überparteiliche Komitee des «Vereins unser Stadtbild».

Als Vizepräsident sehr zufrieden mit dem Entscheid ist heimatschützer Robert Schiess. «Ich bin sehr froh, dass das Basler Stadtbild in seiner ursprünglichen Form nun erhalten bleibt, ohne dass es verändert und zerstört wird. Ich denke, dass damit für alle Ewigkeit ein Rheinuferweg vom Tisch ist.» Schiess macht in erster Linie ästhetische Aspekte für den Volksentscheid geltend. In zweiter Linie hätten wohl auch naturschützerische Anliegen eine Rolle gespielt.

Die Enttäuschung des Initianten

Enttäuscht hingegen zeigte sich Grossrat Daniel Goepfert (SP) im Video-Interview (Box links). Er führte das Pro-Komitee für den Rheinuferweg an. «Wir haben einen guten Abstimmungskampf geführt. Leider hat sich das Volk gegen uns entschieden uns bleibt jetzt nur, diesen Entscheid zu akzeptieren und den Gegnern zu gratulieren.» Als Erfolg wertet Goepfert hingegen, dass nach 130 Jahren Hin und Her um einen Rheinuferweg, endlich einmal das Basler Volk habe über das Anliegen entscheiden können.

Den letzten negativen Entscheid zu Ungunsten eines Rheinuferwegs fällte das Appellationsgericht im Jahre 2002. Damals wollte die Christoph Merian Stiftung die Lücke zwischen der Mittleren- und der Wettsteinbrücke schliessen. Die Denkmalpflege und der Heimatschutz erhoben Einsprachen.

baz.ch/Newsnet

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