Anti-AKW-Demo bei Basel

Gegen 2000 Personen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz haben am Ostermontag bei der Dreiländerbrücke an der Grenze bei Basel gegen das AKW Fessenheim demonstriert.

Gegen Atomkraft: Unter den Demonstranten waren auch namhafte Politiker aus den beiden Basel anzutreffen. (Bild: Keystone)

Gegen Atomkraft: Unter den Demonstranten waren auch namhafte Politiker aus den beiden Basel anzutreffen. (Bild: Keystone)

Die Demonstranten aus dem Dreiland forderten die Abschaltung des etwa 35 Kilometer nördlich von Basel gelegenen Atomkraftwerk Fessenheim. Zu der rund eineinhalbstündigen Kundgebung bei der Fussgänger- und Velobrücke über den Rhein hatten Anti-AKW- sowie grüne und linke Organisationen des Elsass, Baden-Württembergs und der Schweiz aufgerufen. Ähnliche Aktionen waren laut den Veranstaltern auf weiteren Brücken am Ober- und Hochrhein organisiert worden.

An der Kundgebung bei der Dreiländerbrücke machten sich Parlamentarier und Politiker aus allen drei Ländern für einen Ausstieg aus der Atomkraft stark, darunter auch Nationalrätin Maya Graf (Grüne/BL), alt Nationalrat Rudolf Rechsteiner (SP/BS) oder der Basler Regierungspräsident Guy Morin.

Wo ein Wille ist, ist ein Weg

Eine Zukunft ohne AKW sei möglich, wenn der politische Wille da sei, sagte Morin. Wir hätten schon viel kostbare Zeit verloren, sagte Graf, die dazu aufrief, «dran zu bleiben». Rechsteiner rügte harsch die mangelnde Transparenz bei Parteienfinanzierung und Atom-Lobby-Kampagnen.

Es werde mit dem Leben gespielt, hielt Jacques Muller, Maire von Wattwiller und alt Senatsabgeordneter des Departements Haut-Rhin, den AKW-Verantwortlichen vor. Weiter sprachen die elsässische Regionalrätin Cléo Schweizer (PS), und die baden-württembergischen Landtagsmitglieder Josha Frey (Grüne) sowie Rainer Stickelberger (SPD).

Schweigeminuten und Aernschd Born

«Atomkraft nein danke» oder «Fessenheim casse-toi» hiess es auf Transparenten. Auf beiden Seiten des Rheins wurde zudem eine Schweigeminute für die Opfer in Fukushima und Tschernobyl abgehalten. Einen Auftritt hatte auch - wie einst 1975 bei der Besetzung des AKW-Geländes in Kaiseraugst AG - Liedermacher Aernschd Born.

Begonnen hatte die Kundgebung um 11.55 Uhr (fünf vor zwölf) am französischen Brückenkopf in Huningue. Nach den ersten Ansprachen wechselten die laut Schätzung eines deutschen Polizisten knapp 2000 Teilnehmenden über den Rhein ins deutsche Weil. Dort ging der Anlass gegen 13.30 Uhr im Rheinpark offiziell zu Ende.

jg/sda

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