«Aadie Delifoonkabine»: Eine Feier für die Kult-Kabine auf dem Barfi

Die legendäre Telefonkabine auf dem Barfüsserplatz in Basel kommt ins Museum. Zum Abschied gibt es am Samstag einen Gratis-Apéro und Gesang.

Ab kommender Woche Geschichte: Das Publifon auf dem Barfi. Foto: Philipp Emmel/HMB

Ab kommender Woche Geschichte: Das Publifon auf dem Barfi. Foto: Philipp Emmel/HMB

Sie ist ein Teil des Stadtbilds: die Telefonkabine auf dem Barfi. Sie dient nicht nur zum Telefonieren, sondern vor allem auch als Treffpunkt. Oder wie es Jo Vergeat sagt, die Geschäftsführerin von «Kulturstadt Jetzt»: «Hier traf man sich vor wilden Nächten, zum ersten Date oder zum gemütlichen Umtrunk.»

Dass Vergeat in der Vergangenheitsform spricht, liegt daran, dass die Tage der Kabine gezählt sind. Die Swisscom hat keine Verwendung mehr für das Publifon und hat es dem Historischen Museum vermacht. Dieses beschert der Kabine ein zweites Leben.

Ab dem 19. August wird die Kabine abgebaut und ins Museumsdepot transportiert. Im Verlauf des Jahres 2021 soll sie Teil der Ausstellung «Zeitsprünge» werden.

Für Vergeat und «Kulturstadt Jetzt» ist klar: «Wir wollen sie gebührend verabschieden.» Zu diesem Zweck lädt der Verein, zusammen mit der Swisscom und dem Museum, am 17. August zu einem Abschiedsfest.

Und wie lautet Ihre Geschichte?

Das Programm: Um 17 Uhr übergibt die Swisscom die Telefonkabine in einem offiziellen Akt an das Historische Museum Basel. Danach präsentiert der Baizenchor Basel ein paar Abschiedsgesänge. Während die Festbesucher «aperölen», sammeln Mitarbeiter des Museums persönliche Geschichten, die später in die Ausstellung einfliessen werden.

Dass es sich bei der Telefonkabine auf dem Barfi um eine ganz spezielle Institution handelt, weiss auch die Swisscom. Mediensprecherin Esther Hüsler lässt sich in einer Mitteilung zitieren: «Wenn es eine Telefonkabine gibt, die den Menschen am Herzen liegt, dann die am Barfi in Basel.» Man freue sich, dass die Kabine auf andere Weise erhalten bleibt «und der Nachwelt zeigt, wo frühere Generationen Heimweh und Liebeskummer, Erfolg und Enttäuschungen geteilt haben».

jam

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt