24 Stunden fürs Klima

Die diesjährige Ausgabe des Climathons ist für Basel eine Premiere.

Bei dem Hackathon in Basel werden 24 Stunden lang Klimafragen besprochen (Symbolbild). Foto: Enzo Lopardo

Bei dem Hackathon in Basel werden 24 Stunden lang Klimafragen besprochen (Symbolbild). Foto: Enzo Lopardo

Benjamin Wirth

«Für die Stadt ist das eine Chance», sagt Matthias Nabholz, Leiter Amt für Umwelt und Energie. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr ein sogenannter Klima-Marathon in Basel stattfinden. Der Anlass trägt den Namen Climathon-Hackathon. Am 25. und ­26. Oktober sollen im Dreispitzareal aktuelle Fragen rund um den Klimawandel diskutiert und gelöst werden. Nabholz ist sehr gespannt auf das Ergebnis.

In Zürich findet der Clima­thon schon zum dritten Mal statt. Von da habe man sich inspirieren lassen. «Wir hatten einige Ideen und einen guten Austausch mit Zürich.» Innerhalb von 24 Stunden sollen verschiedene Klimafragen besprochen werden. Wenn man den Hackathon während der gegebenen Zeit verlassen möchte, kann man das. «Wir sind kein Gefängnis», sagt Nabholz mit einem Augenzwinkern. Jedoch sei das Ziel schon, sich einen vollen Tag mit den Themen zu beschäftigen. Er erwarte verschiedene Ideen, die wahrscheinlich nicht alle in den Kompetenzbereich des Staates fallen werden. «Ich kann aber jetzt schon versichern, dass wir alle Vorschläge prüfen werden.»

Trotz Hackathon keine Cyber-Diebe

In diesem Jahr drehen sich die Fragen um die Velonutzung im Stadtverkehr, Ernährung und erneuerbare Energie. Bei den vergangenen Ereignissen wurden meist neue Apps präsentiert. Auch wenn der Zweitname ­Hackathon etwas zynisch auf ­Cyber-Diebe hinweist, sei der Climathon keineswegs nur etwas für Internet-Füchse. «Die Ideen dahinter sind das Knifflige, eine App zu programmieren, ist nicht so schwer», sagt Nabholz.

In anderen Ländern wird der Event bereits seit 2015 durch­geführt. Immer am letzten Freitag und Samstag des Monats ­Oktober treffen sich die Teilnehmer für einen Tag und stecken ihre Köpfe zusammen. Die besten Lösungen werden von einer Jury ­geehrt. Mit Austragungsorten auf der ganzen Welt zählt die Bewegung mittlerweile als ein globales Ereignis. 2019 ist der Climathon nun erstmals am Rheinknie.

Vor allem gefragt sind Studierende, Leute aus der Wirtschaft, Politik und Informatik. Die Teilnahme ist kostenlos. Vor Ort wird in gemischten Gruppen gearbeitet. Rund um die Uhr unterstützen Experten und sogenannte Coachs die Akteure. Für Verpflegung ist ebenfalls gesorgt. Der Climathon beginnt um 14 Uhr und endet am darauffolgenden Tag.

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