2018 soll der Leuchtturm stehen

Für das symbolträchtige Gebäude sei ein Investor gefunden worden, sagt der Initiant. Demnach sollen die Bauarbeiten am Dreiländereck schon bald beginnen.

  • loading indicator

Die Idee beschäftigt ihn schon länger. Zuerst sollte der Leuchtturm am Dreiländereck 56, später 80 Meter hoch werden. Und jetzt, wo das Projekt in der Pipeline ist, sind es 125 Meter - plus einer 30 Meter langen Antenne. Mit dem jetzigen Konzept und der architektonischen Gestaltung ist Louis Conzett, der Initiant des Leuchtturms, zufrieden.

Und in dieser Stimmung präsentierte er denn gestern auch das Vorhaben auf der MS Christoph Merian, welche die Presseleute und Eingeladene vor Ort chauffierte. Und als das Schiff gegen 22 Uhr im Hafenbecken 2 einfuhr, wurden die Gäste vor dem ausgeleuchteten Gebäude der Rhenus Logistics mit einem elektrisch verstärkten Ständchen des Gesangsduos Claudio Versace und Beverley Worboys begrüsst. Sie intonierten, inhaltlich passend, «raise me up» von Daniel O’Donnell. Und die Gästeschar stiess auf das neue architektonische Werk an.

Investor gefunden

Keine Frage: Jetzt gilt es ernst: «Eine Vision wird Realität». Unter diesem Motto stand die Fahrt zum Dreiländereck. Da mittlerweile ein Investor gefunden worden ist, steht dem Bau des Leuchtturms scheinbar nichts mehr im Wege. Beim Geldgeber handle es sich um eine bekannte Schweizer Persönlichkeit, so Conzett gegenüber der BaZ. Wer diese Persönlichkeit ist, werde jedoch erst bekanntgegeben, wenn die Baubewilligung vorliegt. Diese soll in wenigen Wochen eingereicht werden.

Die Sympathien für den Leuchtturm dürften in der Bevölkerung nicht unerheblich sein. Denn der Leuchtturm appelliert an Gefühle und Sehnsüchte: Vom Dreiländereck aus besteht der einzige Anschluss ans Meer und «öffnet Basel unserem Land das Tor zum zur Welt». Und er soll, so Conzett, dazu beitragen, Kleinhüningen aufzuwerten.

Aufwertung für Kleinhüningen

So sieht es auch George A. Böhler, Präsident des Dorfvereins Pro Kleinhüningen: Das Dreiländereck und Kleinhüningen sei in den vergangenen Jahrzehnten stark vernachlässigt worden. Es würde zwar vieles versprochen. Passiert sei jedoch nichts. «Der Leuchtturm ist eine Aufwertung. Und dies nicht nur für Kleinhüningen, sondern auch für Basel.» Jetzt dürften die Leute wieder einmal positiv über Kleinhüningen sprechen.

Dies sagte Böhler nicht nur in seinem Namen. Alle im Verein mit ganz wenigen Ausnahmen unterstützten das Projekt. Und, so Böhler: «Der Leuchtturm soll unabhängig von der übrigen Hafenplanung gebaut werden.»

Symbolträchtiges Wahrzeichen

Architekt des Bauwerks ist Marcus Gardani von Himmelsbach Gardani Architekten AG in Basel. Für die Bauunternehmung ist die Implenia Schweiz AG zuständig, für Vermarktung, Verkauf und Vermietung die Avenaris Immobilien AG aus Basel. Der 26-stöckige Bau, so ist Louis Conzett überzeugt, wird zu einem Wahrzeichen für Kleinhüningen und die Stadt. Wird er gebaut, so ist er der zweithöchste Leuchtturm der Welt und das höchste Leuchtfeuer Europas, das vierzig Kilometer weit zu sehen sein wird. «Das Grundprinzip des für Basel geplanten Leuchtturms beruht», so Marcus Gardani, «auf drei wesentlichen Punkten: auf der früher in den Leuchttürmen verwendeten Fresnellinse, der Geometrie und der Harmonie.»

Das geplante Hotel, das von Hilton geleitet werden könnte, sowie die beiden Restaurants sollen insgesamt 60 bis 100 neue Arbeitsplätze generieren.

baz.ch/Newsnet

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt