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Wie einst John Travolta

In Rheinfelden tanzten 31 Paare vor 150 Zuschauern Discofox.

Die Finalrunde am Discofox-Turnier im Bahnhofsaal. Foto: Lucia Hunziker
Die Finalrunde am Discofox-Turnier im Bahnhofsaal. Foto: Lucia Hunziker

Dino Baldassare schwankt kurz, als er seine Partnerin, die fast parallel zum Boden liegt, mit einer Hand am Hinterkopf auffängt. Doch einen Profi wie ihn bringt das nicht aus dem Konzept. Er lächelt charmant in Richtung Jury, und weiter geht es. «Beim Tanzen gibt es keine Fehler», sagt Wertungsrichterin Carola Frasch. «Wenn die Ausstrahlung stimmt, macht sie alles andere wett.» Es ist Samstagabend, und im Bahnhofsaal Rheinfelden findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Fricktal tanzt» das erste Internationale Discofox-Turnier am Hochrhein statt.

Dino hat es bereits bei zwei Discofox-Weltmeisterschaften unter die Top Ten geschafft. Dieser Tanz begeistere ihn, weil man ihn so «frei» tanzen könne. Ausser dem Grundschritt gibt es keine Vorgaben. «Beim Discofox öffne ich meinen Körper für die Musik, und der tanzt dann automatisch. Das fasziniert mich.»

Erste Discofox-WM in Basel

Mit seiner Faszination ist Dino nicht allein: Ende der 1970er-Jahre wurde der Discofox durch den Film «Saturday Night Fever» mit John Travolta weltberühmt. 1992 wurde die erste Discofox-Weltmeisterschaft in Basel ausgetragen, und jahrelang befanden sich Schweizer Paare unter den Top Ten bei den Weltmeisterschaften. Das ist mittlerweile nicht mehr so.

René Retzer, Organisator des Turniers, sagt: «Für viele Paare gibt es fast keine Möglichkeiten mehr, Discofox zu tanzen. Deshalb habe ich das Turnier ins Leben gerufen.» Sabine Anderhub, Mitgründerin von «Fricktal tanzt», fügt hinzu: «Discofox ist einer der einfachsten Tänze. Das Zuschauen macht Spass, weil sich jeder mit einem der Paare identifizieren kann.»

31 Paare aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und sogar aus Polen sind für das Turnier angereist, um vor 150 Zuschauern ihr Bestes zu geben. Am Hauptpreis, einem Pokal aus Holz, kann es kaum liegen. Dorota Maciejczyk ist Ärztin und eine der polnischen Tänzerinnen aus Krakau. Sie sagt: «Für meinen Mann und mich ist Tanzen ein gemeinsames Hobby. Die zwölfstündige Autofahrt hat uns nichts ausgemacht. Wir sind ‹just for fun› hier.»

Spass steht im Vordergrund

Nicht nur das polnische Pärchen fällt auf, sondern auch eines aus der Schweiz: Mitchell Brüderlin aus Rheinfelden ist Mitte 20, Tanja Föllmi aus Glarus Anfang 30. Sie sind eines der jüngsten Paare am Event und erleben gerade ihr erstes gemeinsames Turnier. «Es wird sicher nicht das letzte sein», sagt Mitchell. Wie ist er zum Discofox gekommen? «Wir haben im Sportunterricht Tanzen durchgenommen. Einem Kollegen und mir hat es so viel Spass gemacht, dass wir uns dann bei einer Tanzschule in Basel angemeldet haben.»

Spass steht an diesem Abend im Vordergrund. Es herrscht eine fröhliche Stimmung. Unter einer riesigen Discokugel glitzern Kleider, Schuhe, Haare und die Augen der Gewinnerpaare Daniel Schwarzenbach und Irina Wagner (Kategorie Newcomer) und Paul Diserens und Sarah Martin (Kategorie Pro).

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