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Regierung ist gegen Geröllhalden in den Gärten

Der Solothurner Regierungsrat unterstützt Kampagnen zur Verhinderung von Steinwüsten vor Liegenschaften. Im Kanton gebe es bereits Anstrengungen, um dem Trend zu Geröllhalden in Vorgärten einzudämmen.

Vegetationslose Steinwüsten in Vorgärten sind der SP ein Ärgernis. Foto: Daniel Aenishänslin
Vegetationslose Steinwüsten in Vorgärten sind der SP ein Ärgernis. Foto: Daniel Aenishänslin

Geht es nach dem Solothurner Regierungsrat müssen Liegenschaftsbesitzer von Dornach bis Grenchen umdenken. Denn seit einigen Jahren sind vollkommen vegetationsfreie Schotterflächen als vermeintlich pflegeleichte Umgebungsgestaltung in Wohnquartieren «leider auch im Kanton Solothurn in Mode» gekommen. Das kritisiert der Regierungsrat in seiner Stellungnahme vom Montag zu einem SP-Auftrag im Kantonsrat.

Die Forderung, Geröllhalden in den Gärten zu verhindern, sei ein berechtigtes Anliegen. Der Regierungsrat unterstützt den Auftrag und erklärt sich bereit, entsprechende Informationskampagnen von Natur- und Gartenverbänden zu unterstützen. Das kantonale Planungs- und Baugesetz schaffe die rechtliche Basis. So sorgten Kanton und Gemeinden dafür, dass ihre Liegenschaften naturnah gestaltet, bewirtschaftet und gepflegt würden.

Gemeinden sollen handeln

Die Gemeinden hätten die Möglichkeit, in ihren Baureglementen Regelungen zur Gestaltung privater Gartenanlagen zu treffen. Man sei bereit, die Gemeinden dabei zu unterstützen, hält der Regierungsrat fest. In der Ortsplanung könnten die Gemeinden erhöhte Gestaltungsanforderungen, wie Bestimmungen zur Gestaltung von Vorgärten, definieren. Diese Möglichkeit hätten die Gemeinden auch bei Gestaltungsplänen von Gesamtüberbauungen im Rahmen von Sonderbauvorschriften.

Der Regierungsrat macht auch klar, dass er ausdrücklich die Initiative für «naturnahe Privatgärten» des Unternehmerverbands Gärtner Schweiz unterstützt. Das Ziel seien mehr Blumenwiesen statt kahle Rasen.

Naturnahe Gärten

Als gutes Beispiel gilt der Naturpark Thal, der mit der Pilotgemeinde Laupersdorf eine Offensive zur naturnahen Gestaltung von öffentlichen und privaten Grünflächen startete. Das Projekt zeige den Wert von naturnahen Grünflächen auf und präsentiere auch eine Palette von Alternativen zu Schottergärten, schreibt der Regierungsrat. Die Praxis zeige, dass beispielsweise artenreiche, nährstoffarme Ruderalflächen nicht mehr Arbeitsaufwand generierten als vegetationslose Schotterflächen. Auch die Gemeinde Langendorf erarbeitete aus eigener Initiative einen «Leitfaden für mehr Natur im Dorf». In Biberist sind Anstrengungen für mehr naturnahe Flächen auf öffentlichem Grund angelaufen.

SDA/wah

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