Prämien steigen im Baselbiet stärker als in der Stadt

Basel-Stadt bleibt vor Genf der Kanton mit den höchsten Krankenkassen-Prämien.

Gesundheit ist uns lieb und teuer. Das treibt die Prämien in die Höhe.

Gesundheit ist uns lieb und teuer. Das treibt die Prämien in die Höhe.

Im Kanton Basel-Landschaft steigen die Krankenkassenprämien auch im kommenden Jahr an, während sie in Basel-Stadt minimal sinken. Über alle Kategorien gesehen liegt der Stadtkanton bei der Prämienentwicklung so unter dem nationalen Durchschnitt, der Landkanton im Mittelfeld.

Die Prämienteuerung liegt 2020 im Baselbiet unter dem Strich aller Altersklassen bei 0,6 Prozent, in Basel-Stadt bei -0,1 Prozent, wie aus Unterlagen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Dienstag hervorgeht. Der Schweizer Schnitt liegt wie im Vorjahr bei einem Plus von 0,2 Prozent.

Basel-Stadt bleibt - hauchdünn vor Genf - der Kanton mit den höchsten Krankenkassenprämien. Für die Grundversicherung müssen Erwachsene 2020 in Basel-Stadt im Schnitt 483.20 Franken pro Monat bezahlen. Das entspricht einem Minus von 0,3 Prozent. Die jährlichen Kosten sinken so im Stadtkanton um 3.60 Franken auf 5798.40 Franken.

Durchschnittsprämie 419.70 im Baselbiet

Im Nachbarkanton Baselland müssen Erwachsene nächstes Jahr im Schnitt insgesamt 5036.40 Franken an ihre Krankenkasse überweisen, 38.40 Franken mehr als heuer. Die monatliche Durchschnittsprämie für Erwachsene steigt in Baselland um 0,8 Prozent auf 419.70 Franken. Landesweit liegt die Durchschnittsprämie 2020 bei 374.40 Franken.

Weiter klar über dem landesweiten Schnitt von 265.30 Franken (-2,0 Prozent) bleiben beide Basel 2020 bei den Prämien für junge Erwachsene im Alter von 19 bis 25 Jahren: In Basel-Stadt ist ein Minus von 3,8 Prozent auf monatlich 350.50 Franken zu verzeichnen, in Baselland ein Minus von 1,7 Prozent auf 292.60 Franken.

Für Kinder wird es derweil leicht günstiger: Im Baselbiet werden 2020 pro Monat 109.10 Franken fällig, was eine Reduktion um 0,1 Prozent bedeutet. In Basel-Stadt sinkt die Kinderprämie um 0,2 Prozent auf 129.10 Franken im Monat. Landesweit bleibt die durchschnittliche Kinderprämie unverändert bei 98.70 Franken.

Diese Prämienangaben beziehen sich jeweils auf die so genannte «Mittlere Prämie» der obligatorischen Grundversicherung inklusive Wahlfranchisen und Modellen. Der Bund nennt diese Kennzahl anstatt der früher herangezogenen Standardprämien, weil sie die reale Belastung der Versicherten besser reflektiere.

sda/lr,ts

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