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Neu saniertes Schulhaus sorgt für Freud und Leid

Rheinfelden hat eine schön erneuerte Schulanlage. Doch das Projekt Engerfeld kostet viele Arbeitsplätze.

Die Schulanlage Engerfeld in Rheinfelden.
Die Schulanlage Engerfeld in Rheinfelden.
Dominik Plüss

Am Tag der offenen Tür wurde angestossen auf die frisch sanierte Schulanlage Engerfeld sowie den Neubau für das Berufsbildungszentrum Fricktal (BZF) – «das grösste Projekt der Stadt Rheinfelden in den vergangenen Jahren», wie es Stadtammann Franco Mazzi nannte. Rund 30 Millionen Franken kosten der Neubau, neue Haustechnik, mehr Brandschutz und Erdbebensicherheit. Innenausbau und Gebäudehülle «wiesen Bedarf aus». Ein weiteres Projekt, eine zusätzliche Dreifachturnhalle, «steht vor der Tür», kündigte Mazzi an.

Schulleiter Beat Petermann lobte die Offenheit des Gebäudes, die Wärme der Baumaterialien sowie die grosszügigen Verkehrs- und Aufenthaltsflächen, die erhalten geblieben seien. «Es hat mich sehr gefreut, dass der hohe architektonische Wert des Bauwerks erkannt wurde und trotz notwendiger baulicher Massnahmen sein Charakter erhalten werden konnte», sagte Petermann über das einzige Aargauer Oberstufengebäude, welches über ein Personal- und Schülerrestaurant mit Seeanstoss verfüge.

"Ausserordentliches Projekt"

Gebaut wurde die Schulanlage Engerfeld zu Beginn der 1980er-Jahre unter der Ägide der Architekten Katharina und Wilfrid Steib. Alex Hürzeler, Aargauer Bildungsdirektor, äusserte anerkennend, «ein ganz ausserordentliches Projekt, das es in vergleichbarer Art im Kanton Aargau nicht gibt». Dabei ziehe er auch seinen Hut vor den pragmatischen Gemeinden der Region, die ihre Real- und Sekundarschüler nun ohne zu murren nach Rheinfelden schickten. Neu tun dies Schupfart, Obermumpf, Mumpf, Stein und Wallbach. Heute wird die Kreisschule Unteres Fricktal von 683 Schülerinnen und Schülern besucht.

BZF-Rektor Hans Marthaler bedankte sich bei der Bevölkerung von Rheinfelden und sprach von «Mut und Weitsicht». Marthaler erinnerte aber auch daran, was die Reform der Aargauer Berufsschullandschaft für viele seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet.

Zwei Drittel müssen gehen

Ab dem nächsten Schuljahr wird das BZF 500 von 803 Lernenden verlieren und nur 50 neue erhalten. Ausschliesslich die Berufsbilder KV, Detailhandel sowie Fachpersonen Gesundheit werden in Rheinfelden ansässig sein. «Zwei Drittel unserer Lehrpersonen müssen eine neue Stelle finden», sagte Marthaler, «vor allem für jene über 55 wird das eine ganz grosse Herausforderung – diese Reorganisation ist für uns alle ein Kraftakt sondergleichen.»

Dennoch überwogen die positiven Gefühle. Regierungsrat Hürzeler gab sich überzeugt, dass das Berufsfeld der Pflegeberufe aufgrund der Demografie in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum erfahre. Mit der sanierten Schulanlage Engerfeld und dem Neubau hat Rheinfelden sicherlich die Voaussetzungen geschaffen, dass künftig wieder mehr Schüler in der Kreisschule Unteres Fricktal und im BZF lernen können. Wohl auch aus politischer Sicht. «Wir haben den bildungspolitischen Planungs-Rubik-Würfel gelöst», bemerkte Franco Mazzi.

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