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Mit dem «Klamauk» von Jean Tinguely ans Winzerfest

Die beiden Kantone Basel-Stadt und Jura haben viel vor an der Fête des Vignerons in Vevey Ende Juli. Vor allem wollen sie zeigen, wie viel Kultur sie haben – und wie gut die Weine sind.

Die Skulptur «Klamauk» fuhr 2009 durch die Churer Innenstadt, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung «Niki de Saint Phalle. Mythen, Märchen, Träume». Am 28. Juli wird die fahrende Skulptur beim Basler Gastauftritt an der Fête des Vignerons dabei sein. (Keystone/Arno Balzarini) In einer Arena gleich am Ufer des Genfersees können die Formationen ihre Show darbieten. Basel-Stadt und Jura versprechen spannende Unterhaltung, die auch das junge Publikum ansprechen soll. 1999 schauten 16 000 Personen dem Spektakel zu. Foto: BernerZeitung
Die Skulptur «Klamauk» fuhr 2009 durch die Churer Innenstadt, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung «Niki de Saint Phalle. Mythen, Märchen, Träume». Am 28. Juli wird die fahrende Skulptur beim Basler Gastauftritt an der Fête des Vignerons dabei sein. (Keystone/Arno Balzarini) In einer Arena gleich am Ufer des Genfersees können die Formationen ihre Show darbieten. Basel-Stadt und Jura versprechen spannende Unterhaltung, die auch das junge Publikum ansprechen soll. 1999 schauten 16 000 Personen dem Spektakel zu. Foto: BernerZeitung

So richtig Geschmack gefunden haben die Basler an solchen Gastauftritten während des Zürcher Sechseläutens 2019. Deshalb war den Verantwortlichen auch rasch klar, dass es einen Foto-Point an der Fasnachtsausstellung geben muss, da dieser viele Besucher anzieht und eine gute Möglichkeit bietet, für Basel und die Fasnacht zu werben. Sie stellt als immaterielles Unesco-Weltkulturerbe das wichtigste Kulturgut dar, das die Basler vorstellen wollen. Obwohl auch ein «verlockendes kulinarisches Angebot» in Aussicht gestellt wird, von Basler Seite her dann aber nur Läggerli und Sunnereedli als Delikatessen angekündigt werden.

Es verwundert wenig, dass das Motto des Auftrittes an der Fête des Vignerons in Vevey unter dem Slogan «Jura & Bâle – Carneval et plus encore!» stattfindet (Jura und Basel, Fasnacht und noch mehr!). Am 28. Juli entsenden die beiden Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt und Jura jeweils eine Delegation an den Genfersee. Dort warten Auftritte in einer Arena, an Ständen und auf der Strasse. Alleine aus Basel und dem Baselbiet werden über 100 Personen am Festumzug dabei sein.

Nicht nur Fasnacht

Basel möchte sich vielseitig zeigen, wie Sabine Horvath vom basel-städtischen Standortmarketing am Montagnachmittag in Delémont sagte. Die Gruppe Les Fifres et Tambours de Bâle soll die in Basel tief verankerte Trommler-und-Pfeifer-Tradition zeigen.Am Festumzug werden die Seibi-Mysli als Frauen-Clique dabei sein, und es wird weiter viel Fasnacht an einer Ausstellung zu sehen sein, ähnlich wie am Sechseläuten-Auftritt in Zürich. Die Organisatoren wollen aber hervorheben, dass es nicht nur um Fasnacht geht. Die Street-Dance-Gruppe Tremendous, die Streetband Mumol Dixie Stompers sowie Trachtengruppen aus dem Dreiland, aus der Region Basel, aus dem Schwarzwald und dem Elsass, sollen den Basler Auftritt ebenfalls prägen. Am Abend dann, nach dem Umzug, gibt es eine Art Mini-Chienbäse in Vevey. Dafür sind dann die Baselbieter zuständig, die mit den Baslern an die Fête des Vignerons reisen.

Bewusst junges Kulturangebot

Doch auch der Kanton Jura hat Fasnachtsbräuche und andere Traditionen. So werden die «Sauvage» zu sehen sein, ganz in Tannenäste gehüllte Gestalten, die im Jura zur Fasnachtszeit durch die Strassen ziehen. Oder die Gruppe Les Patoisants, die sich darum bemüht, den alten jurassischen Dialekt, den nur noch wenige sprechen, am Leben zu erhalten. Einen Auftritt an diesem Tag für die Transjura-Connection am Genfersee hat auch der Akkordeon-Weltmeister Jérôme Courbat.Basel wie der Jura setzen bewusst auf ein junges Kulturangebot. Aus Basel sind die Jazz-Formation Infinite Limbs Kollektiv vom Jazz-Campus angekündigt oder die DJs Nik Frankenberg und Thom Nagy. Aus dem Jura sind ausserdem die Musical-Künstler Carrousel, Sim's und Félicien LiA zu sehen. Für Musik sorgen weiter die DJs Gaspar Narby, DJ Idem und Christophe Meyer.Beim Festumzug marschiert auch das 1. Frauen-Jodel-Chörli Basel mit – nicht ohne Hintergedanken, wie Horvath sagt. Damit soll darauf hingewiesen werden, dass Basel 2020 der Austragungsort des Eidgenössischen Jodlerfestes ist.Das Highlight des Umzuges in Vevey dürfte aber die fahrende Skulptur «Klamauk» (1979) von Jean Tinguely sein. Jean-Tinguely-Museum-Kurator Jean-Marc Gaillard zeigte sich zuversichtlich, dass nicht nur die auf einem Bucher-Traktor aufgebaute Figur mit ihren Drehungen und Bewegungen zu sehen sein wird, sondern auch, wie die Maschine Rauch ausspeit und ein kleines Feuerwerk aus ihr herausspritzt.

Wein im Zentrum

Doch an einem Winzerfest geht es um Wein, und deshalb müssen auch die beiden Kantone zeigen, was sie bei der Weinherstellung zu bieten haben. An der Juba-Bar wird es Pinot Gris oder Garanoir/Cabernet aus dem Jura zu degustieren geben, die Basler wollen mit Sauvignon Blanc Le Petit und Pinot Noir Le Petit vom Riehener Schlipf gegen die Westschweizer Winzererzeugnisse bestehen. Der offizielle Fähnrich von Basel übrigens hat ebenfalls etwas mit Wein zu tun: Der 18-jährige Basil Ullrich stammt aus der Besitzerfamilie des Weingutes in Riehen und wird das Basler Banner in Vevey tragen.

So richtig Geschmack gefunden an solchen Gastauftritten haben die Basler während des Zürcher Sechseläutens 2019. Deshalb war den Verantwortlichen auch rasch klar, dass es auch in Vevey einen Foto-Point an der Fasnachtsausstellung geben muss. Dieser zieht viele Besucher an und bietet deshalb eine gute Möglichkeit, für Basel und die Fasnacht zu werben. Die Drey scheenschte Dääg haben noch mehr Marktwert, seit sie immaterielles Unesco-Weltkulturerbe sind und dürfen deshalb unter keinen Umständen am Auftritt der Basler am Winzerfest (Fête des Vignerons) fehlen.

Es verwundert wenig, dass das Motto des Auftrittes an der Fête des Vignerons in Vevey unter dem Slogan «Jura & Bâle – Carneval et plus encore!» stattfindet (Jura und Basel, Fasnacht und noch mehr!). Am 28. Juli entsenden die beiden Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt und Jura jeweils eine Delegation an den Genfersee. Dort warten Auftritte in einer Arena, an Ständen und auf der Strasse. Alleine aus Basel und dem Baselbiet werden über 100 Personen am Festumzug dabei sein. An der grossen Parade um 17 Uhr stellen dann die beiden Kantone ihre Fasnachtstradition «und ihr umfassendes Kulturangebot» zur Schau.

Nicht nur Fasnacht

Basel möchte sich vielseitig zeigen, wie Sabine Horvath vom basel-städtischen Standortmarketing am Montagnachmittag in Delémont betonte. Darum gibt es nicht nur Fasnacht. Die Gruppe «Les Fifres et Tambours de Bâle» soll beispielsweise über die Fasnacht hinausführen und die in Basel tief verankerte Trommler-und-Pfeifer-Tradition zeigen. Am Festumzug werden auch die Seibi-Mysli als reine Frauen-Clique dabei sein.

Die Street-Dance-Gruppe «Tremendous», die Streetband «Mumol Dixie Stompers» sowie Trachtengruppen aus dem Dreiland sollen den Basler Auftritt ebenfalls mitgestalten; das Dreiland wird deshalb mit Trachtenformationen aus dem Schwarzwald und dem Elsass vertreten sein. Am Abend dann, nach dem Umzug, gibt es eine Art Mini-Chienbäse mit echten Buchenscheiten und echtem Feuer, eine Stunde Kleinliestal in Vevey. Verantwortlich für diese Darbietung sind die Baselbieter, die mit den Baslern an die Fête des Vignerons reisen. Obwohl auch ein «verlockendes kulinarisches Angebot» in Aussicht gestellt wird, von Basler Seite her wurden nur «Läggerli» und «Sunnereedli» angekündigt.

Kulturangebot für Junge

Auch der Kanton Jura hat Fasnachtsbräuche. So werden die «Sauvage» zu sehen sein, ganz in Tannenäste gehüllte Gestalten, die im Jura zur Fasnachtszeit durch die Strassen ziehen. Oder «Les Patoisants» werden nach Vevey reisen, eine Gruppe, die sich darum bemüht, den alten jurassischen Dialekt am Leben zu erhalten. Einen Auftritt an diesem Tag hat auch der Akkordeon-Weltmeister Jérôme Courbat aus dem Jura.

Basel wie der Jura setzen bewusst auf ein junges Kulturangebot. Aus Basel sind die Jazz-Formation «Infinite Limbs Kollektiv» vom Jazz-Campus angekündigt oder die DJs «Nik Frankenberg» und «Thom Nagy». Aus dem Jura sind ausserdem die Musical-Künstler «Carrousel», «Sim's» und «Félicien LiA» zu sehen. Für Musik sorgen weiter die DJs «Gaspar Narby», «DJ Idem» und «Christophe Meyer». Beim Festumzug marschiert auch das «1. Frauen-Jodel-Chörli Basel» mit – nicht ohne Hintergedanken, wie Horvath sagt. Damit soll darauf hingewiesen werden, dass Basel 2020 der Austragungsort des Eidgenössischen Jodlerfestes ist.

Das Highlight des Umzuges in Vevey ist die fahrende Skulptur «Klamauk» (1979) von Jean Tinguely. Jean-Tinguely-Museum-Kurator Jean-Marc Gaillard zeigte sich zuversichtlich, dass nicht nur die auf einem Bucher-Traktor aufgebaute Skulptur zu sehen sein wird, sondern auch, wie die Maschine Rauch ausspeit und ein kleines Feuerwerk aus ihr herausspritzt.

Wein im Zentrum

An einem Winzerfest muss es um Wein gehen, weshalb Jura und Basel-Stadt zeigen müssen, was sie in Sachen Wein zu bieten haben. An der «Juba-Bar» wird es Pinot Gris oder Garanoir/Cabernet aus dem Jura und Sauvignon Blanc Le Petit und Pinot Noir Le Petit vom Riehener Schlipf zu degustieren geben. Ob diese Tropfen gegen die Westschweizer Winzererzeugnisse bestehen können, on verra bien. Der offizielle Fähnrich von Basel übrigens hat ebenfalls etwas mit Wein zu tun: Der 18-jährige Basil Ullrich stammt aus der Besitzerfamilie des Weingutes in Riehen und wird das Basler Banner in Vevey tragen.

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