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Mit Coronapanik auf der Notfallstation

Wegen aufkommender Unruhe verzichtet das Unispital künftig auf Coronavirus-Verdachtsmeldungen. Der Ball soll flach gehalten werden.

Kleiner Erreger, grosse Wirkung: Die Menschen haben vor dem Coronavirus Angst.
Kleiner Erreger, grosse Wirkung: Die Menschen haben vor dem Coronavirus Angst.

Das Basler Unispital muss aufgrund der Meldungen das Coronavirus aussergewöhnlich viele Patienten empfangen. Das Spital weist aber darauf hin, dass eine Ansteckung in der Region Basel zurzeit «fast vollständig» ausgeschlossen werden kann und bittet darum, das Spital nur bei akut benötigter medizinischer Hilfe aufzusuchen.

Das Spital In Basel konnte bis Mittwoch in drei Verdachtsfällen auf Infektionen mit dem Coronavirus Entwarnung herausgegeben werden; ein vierter Fall ist in Abklärung. In den kommenden Tagen wird mit weiteren Verdachtsfällen gerechnet, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung des Basler Gesundheitsdepartements und Universitätsspitals hervorgeht. Die Meldungen über die Verdachtsfälle haben offensichtlich für Unruhe gesorgt. Das Notfallzentrum und die Polikliniken des Basler Unispitals müssten gegenwärtig «aussergewöhnlich viele Patientinnen und Patienten» empfangen, heisst es in der Mitteilung.

Spital ändert Strategie

Zunächst meldete das Spital ­jeden Verdachtsfall und musste in der Folge auch die Entwarnung kommunizieren. Jetzt hat man sich für eine andere Informationsstrategie entschieden. Kantonsarzt Thomas Steffen schreibt: «Eine Kommunikation über Verdachtsfälle ist nicht sinnvoll. Im Fall einer Positiv-Diagnose würde das Gesundheitsdepartement gemeinsam mit dem Bundesamt für Gesundheit rasch und aktiv informieren und die weiteren Massnahmen in die Wege leiten.»

Das Spital weist darauf hin, dass eine Ansteckung in der ­Region Basel «fast vollständig» ausgeschlossen werden könne. An die Bevölkerung geht der Aufruf, das Spital nur dann auf­zusuchen, wenn akut medizinische Hilfe benötigt wird. Erkältungs- und Grippesymptome hätten «praktisch in jedem Fall» andere Ursachen, heisst es in der Mitteilung.

Auf einer Informationsseite im Internet hat das Gesundheitsdepartement nähere Erklärungen zum Coronavirus zusammengestellt. So sei ein Verdacht – wie auf der Seite hervorgeht – dann berechtigt, wenn die die Symptomen auftreten innert 14 Tagen nach einer Reise in ein betroffenes Gebiet (China) oder auch bei engem Kontakt mit einer bestätigten, erkrankten Person. Dann empfehle man das frühzeitige telefonische Informieren des Arztes oder des Spitals. Die Symptome ähneln einer normalen Erkältungskrankheit.

www.gd.bs.ch/coronavirus

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