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Jahrelanger Weg zu 20 Minuten Rampenlicht

Eine kleine Stierzucht in Südspanien und Schüler einer Torero-Schule in Madrid haben dasselbe Ziel: die Kampfarena als glorifizierten Schauplatz für Mensch und Tier.

Die Stiere auf der Farm Reservatauro (oben) und ihre potenziellen Matadoren. Fotos: Robin Rickenbacher
Die Stiere auf der Farm Reservatauro (oben) und ihre potenziellen Matadoren. Fotos: Robin Rickenbacher

«Natürlich verbringen die Stiere hier ein gutes Leben», sagt Francesca Bocanero, als sie über das weitläufige Land führt. Reservatauro, wie sich die 2008 gegründete Farm in Andalusien nennt, umfasst 500 Hektaren. «Für jedes Tier eine Hektare im Schnitt», sagt Bocanero.

Gezüchtet werden hier mehrere Rassen des iberischen Kampfstieres, mit dem einzigen Ziel, sie für Stierkämpfe und andere Festivitäten zu verkaufen. Reservatauro ist einer von rund 500 Betrieben im ganzen Land, die sich der Aufzucht dieser traditionellen Tierart widmen. Fast alle verlieren bei der Stierhaltung Geld. So auch die kleine Farm nahe Ronda. Nicht nur wegen der riesigen Gehege, die die Tiere aufgrund ihrer wilden Natur brauchen. Sie werden auch viel länger gehalten als gewöhnliche Nutztiere. Für Anlässe mit jungen Bullen werden die Stiere dreijährig verkauft, die ausgewachsenen, 600 Kilo schweren Tiere für die prestigeträchtigen Kämpfe im Alter zwischen vier und fünf Jahren. «Es ist eine Herzensangelegenheit», sagt denn auch Bocanero. «Es geht uns um den Stier an sich.» Wem es ums Geld geht, der züchtet Schweine oder Rinder.

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