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Fremdsprachen: «Passepartout» ist auf Kurs

Ab 2011 sollen die Kinder in den sechs Kantonen an der französischen Sprachgrenze ab der 3. Klasse Französisch und zwei Jahre später, ab der 5. Klasse Englisch lernen. «Passepartout», das gemeinsame Projekt der Kantone BL, BS, BE, FR, SO und VS ist auf gutem Weg.

Die Arbeiten am Projekt «Passepartout. Fremdsprachen an der Volksschule» der Kantone Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Solothurn und Wallis sind seit gut anderthalb Jahren im Gang. Die «Interkantonale Vereinbarung über die Einführung des Französischunterrichts ab dem 3. und des Englischunterrichts ab dem 5. Schuljahr sowie die gemeinsame Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts», die dem Projekt die rechtliche Grundlage schafft, ist ebenfalls in Kraft.

Ab 2011 büffeln Drittklässler Französisch

Wie geplant werden also im August 2011 die ersten Drittklässler mit dem Französischunterricht beginnen. Eine Ausnahme bilden die Kantone Freiburg und Wallis, wo die Drittklässler schon seit einigen Jahren in Französisch unterrichtet werden.

An ihrer Sitzung vom 21. August in Olten diskutierten die Erziehungsdirektoren und die Erziehungsdirektorin der beteiligten Kantone einige inhaltliche Fragen des Projekts. So zum Beispiel die Lektionentafel. Die Gesamtstundenzahl in beiden Fremdsprachen soll mit den Vorgaben des Deutschschweizer Lehrplans und HarmoSübereinstimmen. Da auch die Didaktik für den Sprachenunterricht erneuert wird, werden die Jugendlichen am Ende der obligatorischen Schulzeit in Französisch und Englisch dieselben Kompetenzen haben. An einem Hearing mit den Standesvertretungen und Gewerkschaften der beteiligten Kantone Anfang September wird die Lektionentafel noch einmal zur Diskussion gestellt. Ein definitiver Entscheid ist bis Ende Jahr zu erwarten, wobei der definitive Beschluss in Bezug auf die Lektionentafel und die Lehrpläne Sache der einzelnen Kantone ist.

Ebenfalls diskutiert wurden am 21. August die Anforderungsprofile für künftige Lehrpersonen der Primarschule, das Weiterbildungskonzept und die Lehrpläne für Französisch und Englisch. «Passepartout» hat einen provisorischen Lehrplan für Französisch erarbeitet. Diese Arbeiten werden mit dem Projekt «Deutschschweizer Lehrplan» koordiniert.

Lehrer haben viele Fragen

Von Seiten der Lehrpersonen werden viele Fragen gestellt, insbesondere zur Weiterbildung und zur Lektionentafel. «Dafür haben wir Verständnis», sagt Christoph Eymann, Erziehungsdirektor des Kantons Basel-Stadt. «Es gibt aber noch nicht auf alle Fragen eine Antwort.» Aus diesem Grund suchen die Verantwortlichen von Passepartout auf verschiedenen Ebenen den Dialog mit den Lehrpersonen. Der Beirat, der aus Lehrpersonen aller beteiligten Kantone zusammengesetzt ist, nimmt zu allen inhaltlichen Fragen Stellung.

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