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Beide Fessenheim-Reaktoren gehen bis im Juni 2020 vom Netz

Das älteste Atomkraftwerk Frankreichs wird geschlossen. Frankreich zahlt dafür rund 400 Millionen Euro Entschädigung.

Das AKW Fessenheim ist seit 1977 am Netz. Jetzt soll es geschlossen werden. Bild: Keystone
Das AKW Fessenheim ist seit 1977 am Netz. Jetzt soll es geschlossen werden. Bild: Keystone

Immer wieder wurde es versprochen, nun scheint es definitiv. Das elsässische AKW Fessenheim macht noch im kommenden Jahr dicht. Nachdem die Regierung es vergangene Woche erneut angekündigt hatte, vermeldete jetzt die Betreiberfirma Electricité de France (EDF), sie habe das Gesuch um Schliessung eingereicht. Ein solches Gesuch ist Voraussetzung, um den Betrieb tatsächlich stilllegen zu können.

Die EDF liefert auch gleich den Fahrplan mit. Reaktor Nummer 1 soll am 22. Februar heruntergefahren werden, Reaktor Nummer 2 folgt dann laut Plan im Juni.

In der Region sorgt diese Mitteilung für Erleichterung. Der Trinationale Atomschutzverband verschickte umgehend eine Mitteilung. Man sei sehr erfreut über das Schliessungsgesuch. Damit werde sich das Risiko einer Kernschmelze reduzieren, die «weite Teile Frankreichs, Deutschlands und der Schweiz radioaktiv verseuchen könnte.»

Die Schliessung ist für den französischen Staat nicht ganz billig. Rund 400 Millionen Franken Entschädigung erhält EDF laut eigenen Angaben. Das Geld werde unter anderem für den Rückbau der Anlagen und die berufliche Umorientierung der Mitarbeiter verwendet. Allenfalls kommen Zahlungen für Gewinneinbussen hinzu, heisst es in der gestern verschickten Mitteilung.

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