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Wüthrich nimmt Stellung zum Baselbieter Theater-Nein

Nach dem Nein zu mehr Geldern fürs Theater Basel sieht die Baselbieter Regierung nur bescheidene Möglichkeiten zur Hilfe. Laut einer Interpellationsantwort ist sie aber bereit, einen runden Tisch durchzuführen.

Ernste Gesichter: Bildungsdirektor Urs Wüthrich und Ballettdirektor Richard Wherlock am Tag der Baselbieter Theater-Abstimmung.
Ernste Gesichter: Bildungsdirektor Urs Wüthrich und Ballettdirektor Richard Wherlock am Tag der Baselbieter Theater-Abstimmung.
Pino Covino

Mit der Interpellation hatte ein CVP-Landrat Auskunft zum weiteren Vorgehen verlangt, nachdem am 13. Februar im Baselbiet zusätzliche Theater-Beiträge an der Urne knapp gescheitert waren. Die Regierung war nun nicht nur zur dringlichen Beantwortung bereit, stattdessen legte Bildungsdirektor Urs Wüthrich am Donnerstag gleich eine schriftliche Antwort vor.

Die bisherige Theatersubvention aus der Kulturvertragspauschale mit Basel-Stadt werde nicht gekürzt, hält die Regierung darin fest. Je nach Planung und Spielraum sei es dabei zudem möglich, dass Baselland bei der Abfederung der Finanzengpässe des Theaters mithelfe - dies jedoch nur «in einem bescheidenen Rahmen».

Keine Hilfe bei Sponsoren-Suche

Gemäss der Regelungen des Kulturvertrags hätte dies in enger Kooperation der zuständigen Direktionen der zwei Kantone zu geschehen. Für weitergehende Beitragsleistungen bestehe jedoch «keine Rechtsgrundlage», und eine neue Subventionsvorlage müsste mit einem Vorstoss im Parlament initiiert werden.

Auf Sponsoren könne der Kanton sodann nur beschränkt Einfluss nehmen, und es wäre «problematisch, wenn sich der Kanton exklusiv zugunsten einer Institution engagieren würde», meint die Regierung weiter. Möglichkeiten sieht sie indes bei den Gemeinden - im Bezirk Arlesheim hatten an der Urne alle Gemeinden den Theatergeldern zugestimmt.

Runder Tisch mit interessierten Gemeinden

Die Regierung verweist dabei auf die Arbeit am Kulturleitbild des Kantons, das der Landrat vor längerem und gegen den Willen der Exekutive verlangt hatte: In diesem Zusammenhang mache die Frage nach der Rolle der Gemeinden Sinn, und vor dem Hintergrund des Urnengangs vom 13. Februar bekomme sie «einen besonderen Stellenwert».

Die Regierung respektive die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) sei bereit, am 7. Mai einen runden Tisch mit interessierten Gemeinden zu veranstalten. Inwiefern es dabei rasch zu einem stärkeren Engagement der Gemeinden - im Rahmen der Kulturvertragspauschale auch im Verbund mit dem Kanton - komme, sei derzeit offen: «Volumen und Form bleiben zu evaluieren.»

Die Regierung von Basel-Stadt hatte derweil am Mittwoch erklärt, sie wolle an der vom Grossen Rat 2010 um 1,5 Millionen Franken erhöhten Subvention von 30,1 Million Franken trotz des Baselbieter Neins festhalten. Für die Saison 2011/2012 sollen zudem weitere 1,5 Millionen zur Deckung des Strukturdefizits des Theaters hinzukommen. Für die weiteren Jahre bis zur Spielzeit 2014/2015 will die Basler Regierung die Subventionen mit dem Theater neu aushandeln. Die Theatergenossenschaft will am Freitag Stellung nehmen.

SDA/jg

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