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«Wüthrich hat das Vertrauen der Lehrer verloren» 

Jetzt steigt auch die Baselbieter SP-Regierungskandidatin Regula Nebiker richtig in den Wahlkampf ein: Im Interview erhebt sie Vorwürfe gegen den abtretenden SP-Regierungsrat und «eigenen» Bildungsdirektor Urs Wüthrich.

Wäre gerne Bildungsdirektorin: Für Regula Nebiker ist ihre Affinität zu Schule und Bildung herkunftsbedingt.
Wäre gerne Bildungsdirektorin: Für Regula Nebiker ist ihre Affinität zu Schule und Bildung herkunftsbedingt.
Stefan Leimer

Frau Nebiker, Sie als SP-Regierungskandidatin betonen, dass Sie sich ausdrücklich vom Kurs des abtretenden SP-Bildungsdirektors Urs Wüthrich distanzieren. Welche Fehler hat er begangen?

Wüthrich ist in eine Situation geraten, in der ihn die Umsetzung des Megaprojekts Harmos so absorbiert hat, dass er nicht mehr unabhängig entscheiden konnte. Er wirkte angesichts der Reformen, die unaufhaltbar in Gang gesetzt worden sind und ihn vereinnahmten, wie versteinert. Dabei wäre es wichtig gewesen, offen über die Umsetzungsziele zu sprechen. Denn worum geht es bei der ganzen Übung? Das Ziel ist, eine gute Ausbildung an den Schulen zu garantieren. Wüthrich hätte seine Führungsfunktion wahrnehmen und der Lehrerschaft Mut machen sollen. Nach dem Motto: Nicht alles kann auf Anhieb gelingen, wir passen an, wo es erforderlich ist. Er wurde im Übrigen auch schlecht beraten – scheint mir.

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