Zum Hauptinhalt springen

Wollte Baselbieter Islamist Bombe bauen?

Ein IS-Sympathisant aus Arlesheim hat in seiner Wohnung Material zum Bau einer Phosphorbombe gelagert. Die Bundesanwaltschaft hat die Chemikalien beschlagnahmt.

Polizei fand gefährlichen Stoff bei mutmasslichem Islamisten: Bild des Konvertiten aus Arlesheim. (Quelle: Facebook)
Polizei fand gefährlichen Stoff bei mutmasslichem Islamisten: Bild des Konvertiten aus Arlesheim. (Quelle: Facebook)

Nachdem ein bekennender Islamist aus Arlesheim auf Facebook die Anschläge in Paris im November 2015 gutgeheissen hatte, wurde die Bundesanwaltschaft auf den Mann aufmerksam. Bei einer Hausdurchsuchung stellte ein Einsatzkommando nebst verschiedenen Datenträgern auch Chemikalien sicher, wie der 31-jährige Konvertit den «Blick» wissen liess.

Dabei soll es sich um rund 800 Gramm roten Phosphor handeln. Sein Interesse an dem hoch brennbaren Material «sei rein wissenschaftlicher Natur» und durch einen Film über den Palästina-Konflikt geweckt worden, schreibt die Zeitung. Besorgt hätte er sich den Stoff legal via Internet.

Gegen den Schweizer, der sich unterdessen nach eigenen Angaben vom IS abgewandt haben will, läuft gemäss «Blick» ein Strafverfahren wegen Verstosses gegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen al-Qaida und Islamischer Staat. Auch die Beschlagnahmung der Chemikalien sei Bestand des Verfahrens.

Aktiver Salafist

Laut «Blick» ist der Mann bekennender Islamist und nennt sich Abdullah. Er sei schon bei der Gründung des radikalen Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS) dabei gewesen und habe dort bis 2010 als «Minister für Infostände» gearbeitet. Er gehöre heute noch zum inneren Zirkel der Salafisten-Vereinigung.

Der Auslöser für die Razzia sei eine private Facebook-Nachricht nach den Anschlägen in Paris gewesen. «Frankreich hat es verdient. Es sollen noch mehr Anschläge gemacht werden in diesem dreckigen Staat», schrieb der Mann damals. Danach hätten die Behörden genauer hingeschaut.

Der 31-Jährige K. C. postet auf Facebook regelmässig Themen rund um den Islam. In einem Post schreibt er, dass für ihn die Scharia über dem Schweizer Gesetz stehe.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch