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Wie Abholzung dem Wald helfen kann

An 14 Standorten in der Region Basel wurde der Wald gelichtet. Profitiert davon haben nicht nur die Waldeigentümer.

Lichtdurchflutete Flächen im Magdener Wald.
Lichtdurchflutete Flächen im Magdener Wald.
S.Ammann

Mittelwald, wie er von hundert Jahren verbreitet war, besteht aus locker stehenden hohen Bäumen und dazwischen niedrigeren Arten. Auch der Waldboden hat in Mittelwald mehr Licht und Wärme als im heute dominanten dunklen Hochwald. Solcher entsteht, wenn die Unterschicht nicht regelmässig genutzt und dabei gelichtet wird.

Mit der Schaffung neuer Mittelwälder will die bei der Christoph Merian Stiftung in Basel ansässige Walder-Bachmann Stiftung die Artenvielfalt im Wald verbessern. Sie zeigt sich heute zufrieden mit dem, was bei ihrem 2006 gestarteten fünfjährigen Projekt erreicht worden ist.

40 Prozent der Bäume weg gelichtet

An 14 Standorten (BS: Riehen; BL: Sissach, Niederdorf, Liestal, Dittingen, Therwil, Münchenstein, Ramlinsburg; AG: Magden; SO: Meltingen, Hofstetten, Büsserach, Kleinlützel, Nunningen) wurden dank Stiftungsgeldern jeweils 30 bis 40 Prozent des Baumbestandes entfernt. Stabile und wertvolle Einzelbäume blieben stehen.

Die anfangs deutlich sichtbaren Rodungen wachsen laut Stiftung rasch zu; schon ein Jahr nach dem Eingriff sind solche Böden wieder grün. Innert zwei bis drei Jahren kämen junge Sträucher und Bäume auf. In neuen Mittelwäldern seien denn auch bereits erste verschwundene Tierarten wiederentdeckt worden.

Die Kombination von Hoch- und Niederwald erlaubte es früheren Generationen, auf der gleichen Fläche Bau- und Brennholz zu gewinnen. Im Allschwiler Wald bei Basel zum Beispiel lag der Mittelwald-Anteil um 1900 bei 75 Prozent; seither ist er fast verschwunden.

Lebensraum für gefährdete Tierarten

Die Stiftung will seltene Baumarten wie Eiche, Wildbirne oder Speierling fördern und so Lebensraum für gefährdete Tierarten wieder herstellen. Im Rahmen des wissenschaftlich begleiteten Projekts wurden pro Hektare Mittelwald 7000 Franken bezahlt. Die Stiftung arbeitete dabei mit dem Forstamt beider Basel zusammen.

Die Walder-Bachmann Stiftung war 1992 von Hermann Josef Walder-Bachmann (1930-1992) ins Leben gerufen worden. Sie engagiert sich für den Naturschutz im Wald und vergibt jährlich den mit 50'000 Franken dotierten Hermann Walder-Preis für besondere Verdienste für die Natur.

SDA/amu

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