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Wahlkampf der Angsthasen

Die Basler Bürgerlichen streben den politischen Wechsel an. Ach ja?

Zurückhaltung aus angeblicher Kollegialität. Wenn die Bürgerlichen wie Baschi Dürr (FDP) gewinnen wollen, müssen sie den Kampf aufnehmen – auch mit dem Kollegen Brutschin (SP, r.).
Zurückhaltung aus angeblicher Kollegialität. Wenn die Bürgerlichen wie Baschi Dürr (FDP) gewinnen wollen, müssen sie den Kampf aufnehmen – auch mit dem Kollegen Brutschin (SP, r.).
Nicole Pont

Die Basler Zeitung hat es Anfang Woche bereits moniert – doch man kann es nicht oft genug sagen: Wenn die Bürgerlichen in dieser Stadt eine politische Wende herbeiführen wollen, dann müssen sie anders auftreten – oder um es etwas brutaler auszudrücken: So wird es nichts. Noch wirken alle vier Kandidaten wie Schwiegersöhne kurz nach der Heirat, die beflissen um die Schwiegermutter kreisen – und wie dieser Drachen in Basel heisst, ist unnötig zu sagen. Geht es ihr gut? Habe ich etwas Falsches gesagt? Wie kommt meine neue Krawatte an? Was denkt Eva Herzog? Als wir vor gut einer Woche Baschi Dürr interviewten – und der Mann will tatsächlich Regierungspräsident werden – also nichts weniger als die späte Nachfolge von Johann Rudolf Wettstein (1594–1666), dem Basler Giganten, antreten – ergriff uns danach eine Art Depression. Nichts gegen Baschi Dürr: das ist ein gescheiter, wirklich liberaler, ­ehrgeiziger, vielleicht etwas zu geschmeidiger Jungpolitiker – was ihm aber zurzeit abzugehen scheint, ist Mut. Mut zur Kritik, Mut zum Wechsel.

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