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Vorsicht: Falsche Polizisten mit neuer Masche

In den vergangenen drei Tagen gingen bei der Baselbieter Polizei 17 Meldungen über verdächtige Telefonanrufe ein. Die Behörden raten zur Vorsicht.

Die Betrüger behaupten am Telefon, bei der Kantonspolizei Basel-Landschaft zu arbeiten.
Die Betrüger behaupten am Telefon, bei der Kantonspolizei Basel-Landschaft zu arbeiten.
Henry Muchenberger

Falsche Polizisten halten im Baselbiet die richtigen Polizisten auf Trab. In den vergangenen drei Tagen gingen 17 Meldungen ein, wie es in einer Mitteilung heisst. Die meisten Fälle betreffen die Gemeinden Wahlen und Münchenstein.

Die Betrüger melden sich telefonisch und behaupten, Mitarbeitende der Kantonspolizei Basel-Landschaft zu sein. Man wolle bestimmte Abklärungen im Zusammenhang mit Einbrüchen tätigen, geben sie vor. Meistens sprechen sie Schriftdeutsch.

Neu an der Masche ist, dass die angerufenen Personen angewiesen werden, nach einem Piepston die Nummer 117 zu wählen. Daraufhin ist ein anderer falscher Polizist am Apparat, der angibt, ein Polizist aus Muttenz zu sein. Seine Aufgabe ist es wohl, die Angaben seiner Hochdeutsch sprechenden Kollegen zu bestätigen.

Die Betrüger erkundigen sich am Telefon nach Wertsachen im Haus, der finanziellen Situation der Angerufenen, deren Anwesenheiten im Haus und ähnlichem.

Das fällt offenbar auf: In den 17 gemeldeten Fällen haben sich die Kontaktierten «vorbildlich verhalten und gingen nicht auf die Anweisungen der falschen Polizisten ein, sondern informierten umgehend die Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft über die Vorfälle». Entsprechende Ermittlungen seien nun am Laufen, teilt die Polizei mit.

So verhalten Sie sich richtig

Gleichwohl wird zur Vorsicht geraten vor falschen Polizisten und echt erscheinenden Telefonnummern. Die Polizei gibt folgende Tipps:

  • Trauen Sie der Display-Anzeige nicht. Die Anzeige auf Ihrem Telefon kann manipuliert sein.
  • Wenn ein angeblicher Polizist oder eine angebliche Polizistin Sie anruft und dazu bringen will, grössere Geldsummen abzuheben, jemandem zu übergeben oder irgendwo zu deponieren, dann brechen Sie den Anruf ab und informieren umgehend die Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen bekannt.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen oder angebliche Polizisten.
  • Informieren Sie sofort über die Notrufnummer 112 die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

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