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«Viele kommen, weil sie Angst haben»

Seit Mittwoch sind im Baselbiet die beiden Abklärungszentren für Corona-Verdachtsfälle offen. Der Start verlief gut, aber es braucht mehr Personal.

Die Mehrzweckhalle Stutz in Lausen wurde zu einer Abklärungsstation umfunktioniert.
Die Mehrzweckhalle Stutz in Lausen wurde zu einer Abklärungsstation umfunktioniert.
Alessandra Paone

Pünktlich um 8 Uhr wurden am Mittwochmorgen die beiden Baselbieter ambulanten Abklärungszentren für Corona-Verdachtsfälle in Lausen und Münchenstein eröffnet. Teilweise seien die Leute in Scharen gekommen, sagt die Sprecherin des Kantonalen Krisenstabs, Andrea Bürki, auf Anfrage. Am Standort Münchenstein wurden bis 18 Uhr 242 Personen abgeklärt, in Lausen waren es bis 15 Uhr 164.

«Es sind vor allem Personen gekommen, die Angst haben oder die von ihrem Arbeitgeber geschickt worden sind», sagt Bürki. In Münchenstein hätten sich vor allem ältere Menschen untersuchen lassen. «In beiden Stationen haben sich die Patienten an die Regeln gehalten.» Die meisten hätten auch auf die öffentlichen Verkehrsmittel verzichtet und seien wie empfohlen mit dem Auto gekommen.

Wie viele Corona-Tests nach den Abklärungen tatsächlich durchgeführt wurden, kann Bürki nicht sagen. Die Zahl der positiven Fälle werde aber hoch sein. Das bedeute jedoch nicht unbedingt, dass die Ansteckungen zugenommen haben. Es habe vielmehr damit zu tun, dass jetzt mehr getestet werde.

110 Menschen im Einsatz

Der erste Tag ist im Grossen und Ganzen gut verlaufen. Stand 14 Uhr mussten in Münchenstein nach der medizinischen Abklärung drei Patienten wegen ihres schlechten gesundheitlichen Zustands stationär behandelt werden; in Lausen nur einer. Ob diese Personen am Coronavirus erkrankt sind, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch unklar.

Die grösste Herausforderung ist das Personal. «Wir haben gemerkt, dass es mehr Arbeitskräfte braucht. Die Leute müssen lange warten: Von der Anmeldung bis zur Entlassung können bis zu zwei Stunden vergehen», sagt Bürki. Die Rekrutierung des medizinischen Personals laufe aber gut, es hätten sich bereits 600 Personen gemeldet. Jeden Tag sind an beiden Standorten samt Zivilschützern 110 Menschen im Einsatz.

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