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Theater Basel: Saisonstart im Baselbiet

Das Theater Basel macht den Schritt ins Baselbiet und präsentiert mit «Carmina Burana» zum Saisonstart erstmals eine Freilichtproduktion im Römertheater von Augusta Raurica.

Intendant Georges Delnon verspricht sich von der Vorführung im Rämertheater weit mehr davon als «spannende Akustik».

Die Produktion «Carmina Burana» feierte am Samstag in Augst Premiere. Delnon hofft, sein Haus so stärker als «Theater der Region» verankern zu können. Inszeniert wird Carl Orffs (1895-1982) szenische Kantate vom Aktionstheater PAN.OPTIKUM aus Freiburg.

Baselbieter Regierung diskutiert über Unterstützung

Die Baselbieter Regierung berät derzeit, zu welchem Engagement für das Theater Basel sie künftig bereit ist. «In den nächsten Wochen» erhofft sich der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich Beschlüsse.

Die Regierung in Liestal diskutiert auf Basis von Anträgen der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion schon länger über das Thema. Beschlüsse lägen aber noch nicht vor, sagte Wüthrich am Donnerstag: weder zur Höhe künftiger Beiträge, noch über die Form der Unterstützung, den Zeitpunkt oder «grundsätzlich, ob überhaupt».

Neue Partnerschaftsverhandlungen

Die Fragen stehen an, weil die Regierungen der beiden Basel 2005 vereinbart haben, sich in Partnerschaftsverhandlungen über Zentrumsleistungen ab 2007 mit der Kultur zu befassen. Die stets wiederkehrende Debatte über die Theaterfinanzen flammte damit auch in der Öffentlichkeit wieder auf.

Besondere Brisanz erhielt Finanz-Diskussion durch Äusserungen des Verwaltungsratsdirektors der Theatergenossenschaft, Martin Batzer.

Demnach drohte dem Theater Basel die Schliessung einer seiner drei Sparten - vorzugsweise des Balletts - wenn das Theater künftig nicht mehr Geld erhielte. Denn seit vor zwei Jahren die Subventionen um jährlich 3 Millionen Franken gekürzt wurden, lebe das Theater trotz rigorosem Sparprogramm von den Reserven.

Die Trägerschaft hat daher den Bildungsdirektoren beider Basel einen Businessplan vorgelegt. Sie möchte, dass Baselland seinen Beitrag bis zur Saison 2011/2012 schrittweise auf 10,5 Millionen Franken erhöht. Derzeit zahlt der Landkanton 3,5 Millionen, obwohl er etwa die Hälfte des Publikums stellt.

Basel-Stadt, das derzeit 30 Millionen zahlt, soll künftig 33,5 Millionen zahlen. Dem Kanton Baselland stellt Batzer im Gegenzug unter anderem weitgehende Mitsprache im Verwaltungsrat und die regelmässige Bespielung des Römertheaters in Augst in Aussicht.

Reges Interesse an Römertheater

Über mangelndes Interesse kann sich das Theater Basel zum Saisonstart mit «Carmina Burana» nicht beklagen. Die Arena von Augusta Raurica, die 1100 Plätze zählt, ist an allen sechs Spielabenden praktisch ausverkauft. Erhältlich sind noch wenige Dutzend Restkarten, wie die Medienstelle auf Anfrage erklärte.

SDA/jg

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