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Strassensperrung wirft Fragen auf

Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft treten bei Verkehrspanne mit Öl-Leck in Binningen nicht in Erscheinung.

Die Bottmingerstrasse in Binningen war für mehrere Stunden gesperrt. (Symbolbild)
Die Bottmingerstrasse in Binningen war für mehrere Stunden gesperrt. (Symbolbild)
Keystone

Wenn ein Auto Öl verliert und dieses in die Kanalisation fliesst oder wenn beim Betonieren Abwässer irrtümlich abgeleitet werden, dann wird häufig ein Verfahren eingeleitet. Wenn in der Landwirtschaft Gülle aus einer Jauchegrube austritt oder das Poolwasser fälschlicherweise nicht richtig abgepumpt wird, dann tritt meistens die Staatsanwaltschaft auf den Plan. Untersucht wird, ob sich jemand strafbar gemacht hat. Bei einem Vorfall Ende Oktober in Binningen wurde dieses Prozedere nicht wie gewohnt durchgeführt.

Am 22. Oktober lief bei einem Fahrzeug der Gemeinde Binningen auf mehreren Hundert ­Metern Hydrauliköl aus. Die ­Bottmingerstrasse, die als eine Hauptverkehrsachse im Leimental gilt, war für mehrere Stunden gesperrt. Für viele Menschen ­hatte diese Verkehrsstörung ­gravierende Folgen. An diesem Dienstagmorgen verspäteten sich Tausende. Den vom Fahrzeug verursachten Schaden beseitigten die Ortsfeuerwehr und der Werkhof Binningen im Auftrag der Gemeinde.

Die Staatsanwaltschaft Baselland und die Kantonspolizei sind bis jetzt nicht in den Vorfall involviert. «Bei solchen Fällen kommt es immer darauf an, ob jemand die Schuld daran trägt», erklärt Mediensprecher Thomas Lyssy das Nicht-Handeln der Staats­anwaltschaft. Beispielsweise müsse der Fahrer der Reinigungsmaschine den Öldeckel nicht geschlossen haben. Normalerweise prüfe die Polizei zuerst das beschädigte Fahrzeug. Von der Baselbieter Polizei sei jedoch niemand anwesend gewesen, sagt Pressesprecher Adrian Gaugler. Bis jetzt wurde keine unabhängige Untersuchung von Kantonspolizei oder Staatsanwaltschaft durchgeführt.

Ausmass nicht bekannt

Eine offizielle Medienmit­teilung wurde nicht verschickt. Einzig die Gemeinde Binningen publizierte einen kurzen Text auf ihrer Website. «Die Feuerwehr Binningen, der Werkhof Binningen und externe Spezialisten sind derzeit daran, den entstandenen Schaden zu beheben», heisst es darin. Das Ausmass der Verschmutzung ist nicht eindeutig bekannt. Betroffene Hauswände seien gereinigt worden, aber über allfällige Gewässerverschmutzungen oder Fahrzeugschäden sind keine Informationen publik.

Die Gemeinde Binningen nimmt den Chauffeur der Reinigungsmaschine in Schutz. Er könne nichts dafür, Grund für den Ölausfluss seien technische Störungen gewesen. «Für den Schaden kommt in jedem Fall die Gemeinde auf», teilt die Gemeinde der BaZ mit. Auch weil einige kantonale Instanzen zur Aufklärung des Vorfalls nicht aufgeboten wurden, dürfte der Vorfall so ad acta gelegt werden.

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