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Schneider-Schneiters Sitz verteidigen

Liestal Die CVP nominierte die Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen im Oktober.

Oberstes Ziel der Christlichdemokraten ist es, den Sitz von Elisabeth Schneider-Schneiter zu sichern.
Oberstes Ziel der Christlichdemokraten ist es, den Sitz von Elisabeth Schneider-Schneiter zu sichern.
Pino Covino

Die CVP-Delegierten, die sich am Mittwoch zum Nominations­parteitag einfanden, standen unter dem Eindruck des Bundesgerichtsentscheids, der einige Stunden zuvor bekannt geworden war: Das Gericht hatte die Abstimmung über die CVP-­Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe annulliert – sehr zur Freude auch der Baselbieter CVP. Von einem «historischen Entscheid» war die Rede.

Aufgemuntert war die CVP auch wegen des Resultats der kantonalen Wahlen zehn Tage zuvor: An diesen hatte CVP-­Regierungsrat Anton Lauber am meisten Stimmen erzielt, und die Partei hatte ihren Wähleranteil um 0,2 auf 9,8 Prozent steigern können. Als «gewaltig» bezeichnete Parteipräsidentin Brigitte Müller-Kaderli dieses Resultat.

Ohne Diskussion nominiert

Das wichtigste Geschäft des Abends ging schlank durch: Ohne Änderungsanträge und auch ohne Diskussion nominierten die Delegierten die von der Parteileitung vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratsliste. Oberstes Ziel der Christlichdemokraten ist es, den Sitz von Elisabeth Schneider-Schneiter zu sichern.

Nebst der ehemaligen Bundesratskandidatin sind diese Personen auf der Hauptliste der CVP: Der diplomierte Betriebswirtschafter Silvio Fareri (30) kommt aus Pratteln und ist als Arbeitsmarktinspektor beim Kanton Basel-Stadt angestellt. Fareri hat sein Interesse an­gemeldet, im Mai neuer CVP-­Präsident zu werden, wie er eine Meldung der «Basellandschaftlichen Zeitung» bestätigt. Piero Grumelli (40) ist selbstständiger Bauzeichner und Gemeinde­präsident von Oberdorf. Der 62-jährige Felix Keller ist diplomierter Bauingenieur ETH und präsidiert die CVP-Fraktion im Landrat. IT-Unternehmer Remo Oser (49) amtiert als Gemeindepräsident von Röschenz. Der 57-jährige Emanuel Trueb ist ­Vizegemeindepräsident von Pratteln und Leiter der Stadtgärtnerei Basel. Landrätin Béatrix von Sury d’Aspremont (57) arbeitet als Kriminologin und ist Vizegemeindepräsidentin von Reinach.

Verhandlungen noch im Gang

Die Delegierten segneten weiter die Unterlistenverbindung mit der Liste der Jungen CVP ab. Auf dieser sind bisher sechs von sieben Plätzen vergeben. Zu den Nominierten gehören die neu gewählte Landrätin und CVP-Parteisekretärin Patricia Bräutigam, die Co-Präsidentin der Jungen CVP, Nadja Lüthi, sowie Julia Schneider, die 18-jährige Tochter von Nationalrätin Schneider-Schneiter. Auf der Liste sind weiter Norbey Huber, Marco Muro und Eduard Mugaj.

Die Parteileitung liess sich weiter die Vollmacht geben, allenfalls Listenverbindungen mit den Mitteparteien GLP, BDP und EVP einzugehen. Die Verhandlungen darüber seien erst nach den kantonalen Wahlen gestartet worden und noch im Gang, informierte Müller-Kaderli.

Gerhard Pfister als Gast

Gast am Parteitag war Gerhard Pfister, der Präsident der CVP Schweiz. Noch vor den Nominationen schwörte er die Baselbieter Parteikolleginnen und -kollegen auf die nationalen Wahlen ein. «Sie haben gezeigt, wie Wahlkampf geht», sagte Pfister mit Blick auf die Erfolge an den Regierungs- und Landratswahlen.

Damit es in der Schweiz nicht so weit komme wie in den Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Italien, die von Strassendemonstrationen und dem Wirken populistischer Parteien geprägt seien, müsse die CVP gestärkt werden. «Die CVP ist noch die einzige staatstragende Partei der Schweiz», so Pfister. Er kämpfe Tag und Nacht dafür, dass ­seine Partei im Oktober zu den Wahlsiegern gehöre.

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