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Sanierungsarbeiten auf der Burgruine Schauenburg

Die idyllische Ruine Neu Schauenburg liegt auf einem isolierten Felskopf oberhalb Frenkendorf und Pratteln.

Burgruine und Baustelle können wegen Steinschlaggefahr und aus Haftungsgründen nicht besichtigt werden.
Burgruine und Baustelle können wegen Steinschlaggefahr und aus Haftungsgründen nicht besichtigt werden.
Archäologie Basel-Landschaft

2017 stürzte ein Teil des mittelalterlichen Mauerwerks beim Pavillon ein. Aufgrund der ungenügenden Baustatik sowie der Notwendigkeit des Erhalts des baukulturellen Erbes wird 2020 der Bereich der Oberburg, der etwa ein Viertel der Anlage umfasst, fachgereicht saniert und gleichzeitig bauarchäologisch dokumentiert, wie die Archäologie Baselland mitteilt. Die restlichen drei Viertel, darunter die beeindruckende Ringmauer, werden regelmässig begutachtet und bei Bedarf in Angriff genommen werden. Am Mittwoch, 25. März, fliegt ein Helikopter das für die Sanierung notwendige Material auf die Ruine.

Die sich vom April bis voraussichtlich August 2020 erstreckenden Arbeiten stehen unter der Aufsicht der Archäologie Baselland und der kantonalen Denkmalpflege. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten werden zu 50 Prozent durch den Swisslos-Fonds Baselland getragen. Dies auf der Grundlage des Entscheides des Landrats des Kantons Basel-Landschaft, die für die Nachwelt zu erhalten. Weitere 20 Prozent steuert die Eidgenossenschaft bei, der Restbetrag leistet die Eigentümerschaft. Die Arbeiten werden unterstützt durch die Gemeinde Frenkendorf sowie durch Zivildienstleistende der Stiftung Baustelle Denkmal. Die Bauleitungs- und Bauingenieursaufgaben hat das Büro Aegerter&Bosshardt AG inne, die Sanierung am Mauerwerk führt die ERNE Bau AG aus.

Was von der Burg bekannt ist

Die Anlage war einst in eine Ober- und Unterburg unterteilt und verfügte über einen vorgelagerten Zwinger. Gegen die Angriffsseite im Westen hin wurde sie durch einen künstlichen Burggraben gesichert. In der Oberburg erhob sich vermutlich der dominierende Wohnbau der Adelsherrschaft. Unter dessen Fundamenten verborgen sind die Reste eines älteren, abgebrochenen Turms aus der Zeit um 1200. In der Unterburg befanden sich Wirtschafts- und weitere Wohnbauten. Beeindruckendstes heute noch erhaltenes Bauwerk ist die weitläufige und weitestgehend noch unkonservierte Ringmauer, die zur Verteidigung über vertikale Bogenscharten verfügt. Runde Gerüsthebellöcher und markante Steinlagen zeigen den für die Errichtung dieser Wehrmauer notwendigen Bauvorgang auf.

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