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Region braucht Deponien, aber niemand will sie

Die Gemeinden wehren sich gegen die Ablagerung von Bauschutt und Aushubmaterial auf ihrem Gebiet. Die Lösung des Entsorgungsproblems könne nicht die Opferung einer intakten Landschaft sein, lautet der Tenor.

«Katastrophe fu?r Ettingen». Gemeinderat Gehr will nicht, dass Erholungsgebiet mit Bauschutt aufgefu?llt wird.
«Katastrophe fu?r Ettingen». Gemeinderat Gehr will nicht, dass Erholungsgebiet mit Bauschutt aufgefu?llt wird.
Christian Horisberger

Zunächst die gute Nachricht: Die Gemeinde Sissach will ihre Inertstoffdeponie Strickrain erweitern. Die im Jahre 1995 eröffnete und 2003 erstmals erweiterte Deponie könnte mit dem zusätzlichen Volumen von 760'000 Kubikmetern die nächsten 25 bis 30 Jahre weiterbetrieben werden. Sissachs Finanzchef Lars Mazzucchelli verschweigt nicht, dass der Strickrain hoch rentabel ist. Beim aktuellen Auffüllvolumen kassieren Bürger- und Einwohnergemeinde pro Jahr je 300'000 Franken. Auch aus ökologischer Sicht mache die Erweiterung Sinn. Der Verkehr tangiere das Siedlungsgebiet nur in bescheidenem Umfang und bislang sei keine Verunreinigung der Gewässer festgestellt worden. Der Natur, so Mazzucchelli weiter, werde sicher weniger geschadet, wenn man einen bereits genutzten Standort ausbaut, als wenn man einen neuen schaffen muss.

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