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Landrat fordert obligatorische Erdbebenversicherung

Mit 62 gegen 4 Stimmen hat der Landrat am Donnerstag eine nationale Erdbebenversicherung befürwortet und gleich eine Standesinitiative lanciert.

Darstellung seismischer Ausschläge am Computer.
Darstellung seismischer Ausschläge am Computer.
Reuters

Geht es nach dem Baselbieter Landrat, dann soll eine Schweizer Erdbebenversicherung geschaffen werden. Das Kantonsparlament hat am Donnerstag mit 62 gegen 4 Stimmen beschlossen, in Bundesbern eine entsprechende Standesinitiative einzureichen. Dabei soll das bei den Gebäudeversicherungen bewährte Risiko-Pooling als Vorbild dienen. So wäre es laut Regierungsrat möglich, einen Versicherungsschutz für eine Prämie von circa 100 Franken pro Immobilie und Jahr zu erhalten.

Aus der Sicht der Baselbieter Regierung muss die Standesinitiative eine Änderung der Bundesverfassung zum Ziel haben, da es sich bei der Schaffung einer flächendeckenden, obligatorischen Erdbebenversicherung um eine neue Bundeskompetenz handeln würde. Dagegen wurde dann auch von FDP-Landrat Rolf Richterich Bedenken vorgebracht. Der Zeitpunkt für eine Standesinitiative wurde zudem als günstig erachtet, weil diese eine Motion des Walliser Ständerats Jean-René Fournier, die nicht abgeschrieben wurde, unterstützen könnte. (Gu)

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